VULTURE - The Guillotine

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VÖ: 25.08.2017
Bandinfo: VULTURE
Genre: Speed Metal
Label: High Roller Records
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die Debut-EP “Victim To The Blade“ mochte 2016 ja zu munden und befeuerte die Spannung auf das Longplay-Debut, das nun – in sehr geiles Genre-Artwork verpackt – vorliegt. Vorerst bereitet der Vierer den Hörer aber mit einem lässigen Intro auf das Speed-Massaker „Vendetta“ vor. Wer eher auf Death-Grunts oder Clean Vocals steht, wird spätestens bei Minute 2:23 Reißaus nehmen, wenn L. Steeler zum ersten Mal die Sirene anwirft. In bester RANGER-Manier fährt auch das Nordrhein-Westfalen-Kommando das volle Arsenal auf. Messerscharf schneidende Riffs, treibendes Drumming, High Speed, schrille Soli und hochtönige Vocals verzücken den einschlägig vorbelasteten Fan. Und dergestalt brettert und rifft der Vierer weiter. „Adrian´s Castle“ (samt lässigem Intro) vereint die vorgenannten Trademarks in sich. Die Kreissäge erledigt ungehemmt ihr Tagwerk und Heulboje L. Steeler penetriert die Trommelfelle mit spitzen Screams (etwa „Triumph Of The Guillotine“).

Doch abseits der Standard-Erwartung legen VULTURE ihr Augenmerk auch auf Abwechslung, was dem Album mit dem einprägsamen „Clashing Iron“ gut tut. Ob es das feine, harmonische Gitarrenspiel im nach vorne preschenden „Electric Ecstasy“ oder das gedrosselte Tempo von „(This Night Belongs) To The Dead“ ist, das Akzente setzt und fett rockt. „Paraphiliac“ lässt von der rohen, verhallten Grundstimmung an frühe SLAYER denken, am Ende des Albums wartet das von einem RAZOR-Bass eingeleitete „Cry For Death“ noch eine große Überraschung. Traditionellmetallisch angehaucht entlassen uns VULTURE aus ihrem High Energy-Debut. Zeitgemäß und authentisch ist das Album geworden, ohne krampfhaft retro wirken zu wollen empfiehlt sich der Vierer für höhere Weihen. Das Grundgerüst wurde nach allen Regeln der Genre-Kunst erstellt und steht abgenommen sicher und fest, auch das Feintuning ist gelungen...das alles bereits beim Album-Debut. In der gezeigten Verfassung spielen die Deutschen in der Liga der Speed-Genreführer mit!

[die oben angeführte Minute 2:23 entspricht im Videoclip der Minute 1:10]



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (21.08.2017)

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