HOUR OF 13 - Salt The Dead: The Rare And

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VÖ: 23.06.2017
Bandinfo: HOUR OF 13
Genre: Doom Metal
Label: Shadow Kingdom Records
Lineup  |  Trackliste

 

HOUR OF 13 veröffentlichen mit ”Salt Of The Dead: The Rare And Unreleased” eine Sammlung von Demos und Raritäten. Genauer gesagt beinhaltet die erste Albumhälfte Demos aus dem Jahr 2007. Die ersten acht Songs bildeten also die Basis für den Erstling “Hour Of 13“. Demnach kennt man einige Songs dieses Albums bereits, auch wenn manche Teile laut Information der Plattenfirma in den Versionen dieser Veröffentlichung anders arrangiert wurden. Die zweite Hälfte des Albums beinhaltet Neuaufnahmen von Bewährtem (und Vocals von Mastermind Chad Davis sowie von Ben Hogg). Während die meisten Songs von dem eher an Ozzy erinnernden Phil Swanson eingesungen wurden, sind die Vocals auf den anderen Tracks etwas erdiger und verschaffen der Musik eine düstere Atmosphäre. “Upon Black Wings We Die“ wurde übrigens dem verstorbenen Jason McCash von THE GATES OF SLUMBER gewidmet.

Doch was sagt uns das jetzt über die Qualität des Albums? HOUR OF 13 sind eine bewährte Institution im okkult und doomig angehauchten, traditionell ausgerichteten Metal: Man weiß immer, was man bekommt und kann das Dargebotene durchaus genießen. Man darf sich aber natürlich auch keine großen Überraschungen, geschweige denn riesige Qualitätssprünge erwarten. Nein, HOUR OF 13 sind solide, gutklassig und unterhaltsam. Die Ingredienzen inklusive des songdienlichen Gitarrenspiels und des passenden, zumeist eben etwas an Ozzy erinnernden Gesangs, sind an sich gut. Der Band fehlten aber schon immer die großen Songs, obwohl es HOUR OF 13 eigentlich nicht an Wiederkennungswert mangelt.

Schön sind auf "Salt The Dead" die düsteren Momente wie bei “Missing Girl“, das “sabbatheske“ “Grim Reality“ oder das old schoolig angehauchte, aber auch mit einem schnelleren Part versehene “Submissive To Evil“. Manchmal schrammt man auch nur knapp am Hitpotenzial vorbei, wie z.B. bei “Allowance Of Sin“, bei dem aber die Vocals manchmal etwas überfordert klingen und der Refrain eben nicht zu 100% sitzt.  Wie heißt es so schön? Knapp daneben ist auch vorbei. Doch halt, man gehe einen Schritt zurück und stelle fest: “Salt Of The Dead“ ist eigentlich eine unterhaltsame Zusammenstellung von Songs geworden. HOUR OF 13 sind absolut authentisch und frönen ihren Helden, ohne einen Hehl aus ihnen zu machen, aber auch ohne sie schamlos zu kopieren. Denn HOUR OF 13 sind sich selber treu und machen, was ihnen gefällt: Kein Ausverkauf, keine Trendanbiederung, dafür aber nette Metal-Songs im Retro-Gewand und mit Doom-Touch. Also was will man mehr? Aus meiner Sicht nur eines: Die großen Songs, an die man sich auch in 20 Jahren noch erinnert. Und jene habe ich bei “Salt The Dead“ vermisst. 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: El Greco (28.08.2017)

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