PSYCHOSOMATIC COWBOYS - From here to hell

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VÖ: 23.06.2017
Bandinfo: PSYCHOSOMATIC COWBOYS
Genre: Rock
Label: Wild Kingdom Records
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Lineup  |  Trackliste

“We loudly and proudly play Southern Rock” behauptet das schwedische Quartett PSYCHOSOMATIC COWBOYS ganz keck auf seiner Facebook-Seite. Nun präsentiert uns die Band ihr neuestes Werk “From Here To Hell”.

Oben erwähntes Statement, gepaart mit dem Begriff „…Hell“ im Albumtitel… Verdammt, da erwarten einen doch bestimmt jede Menge raue, bluesige, speckig-rockige, wüstenstaubbehaftete Tracks. Und die Typen sehen auch noch so aus, als würden sie ihre Gigs in irgendwelchen texanischen Road Houses spielen. So weit, so Klischee. Kann da was falsch gehen?  

Es kann. Denn „From Here To Hell“ schafft es nicht ganz bis in die Hölle. Das Album bleibt in einem mäßig temperierten Ofen leider auf der Strecke. Die Songs, 15 an der Zahl, plätschern fast eine Stunde lang vor sich hin, und nach einiger Zeit bemerkt man schon fast nicht mehr den Übergang von einem zum nächsten. Klangmäßig bewegt man sich schon irgendwie im Hard bzw. Country Rock, allerdings stark weichgespült. Einflüsse von BRYAN ADAMS (u.a. „Long Gone“) oder BON JOVI (u.a. „Liquid Love“, „Stay True“) machen sich hin und wieder bemerkbar; auf rotzige Klänge à la der Gründerväter des Southern Rock wie zum Beispiel ZZ TOP oder LYNYRD SKYNYRD wartet man allerdings vergeblich. Sicher gibt es ein paar Anspieltipps, die sich ein wenig vom Rest abheben, wie das ruhige und wehklagende „In And Out Of Pain“, das 70ies Retro Psychedelic angehauchte „Brutal Awakening“ und der Titeltrack „From Here To Hell“ – netter Country Rock.

Alles in allem fehlt es dem Album, trotz melodischer Sounds, jedoch einfach an Leidenschaft. Die Kompositionen klingen zu großen Teilen formelhaft, und man hat, bis auf wenige Ausnahmen, das Gefühl, hier wird nur im zweiten Gang gefahren. Bleibt nur noch zu wünschen, dass beim nächsten Album der musikalische Fuß am Gaspedal ein bisschen mehr Blei enthält.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Betti Stewart (01.09.2017)

WERBUNG: Hard