THE QUIREBOYS - White Trash Blues

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VÖ: 08.09.2017
Bandinfo: THE QUIREBOYS
Genre: Blues Rock
Label: Off Yer Rocka
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Lineup  |  Trackliste

Hut ab vor THE QUIREBOYS. Sowieso immer für gut gemachte Rockmusik und Blues-Rock zuständig, hauen sie mich mit “White Trash Blues” richtig um. Es ist zwar kein „eigenes“ Werk, sondern ein Album mit 12 Cover-Songs, aber diese sind so was vollgespickt mit herrlichem, klassischem Blues, dass man sich nicht satt hören kann. Das ist bluesige Ohrwurmqualität mit großteils beschwingten Melodien, aber auch den obligatorischen emotionell geladenen Blues-Läufen, die im wahrsten Sinn des Wortes den Blues haben und somit unter die Haut gehen.

Wie bei vielen Bands, die sich alter Jugendlieben – in diesem Fall Songs – annehmen, rührt es vor allem daher, dass man damit ein spezielles Feeling verbindet, einen Sound, der alle Bandmitglieder seit den ersten Tagen vereint und den man nun auch die Fans erleben lassen will. Natürlich geschah die ganze Überarbeitung im QUIREBOYS Sound, aber auch mit gebührlichem Respekt gegenüber den Originalen, die da zum Beispiel MUDDY WATERS, JOHN LEE HOOKER, CHUCK BERRY und BILLY BOY ARNOLD heißen.

Musikalisch punkten natürlich die fingerfertigen Piano-Einlagen (z.B. „Cross Eyed Cat“), die herrlichen Mundharmonika Klänge sowie die Gitarrenparts, die mit den ganz großen der Blueswelt mithalten können. Sänger Spike ist wie üblich mit seiner sexy-rauchigen Blues-Stimme eine Nummer für sich und drückt jedem Coversong im Endeffekt den THE QUIREBOYS Stempel auf.

Balladen oder ruhige Songs sind diesmal nicht vertreten. Der Blues ist von gemäßigt bis flott und fetzig Richtung Rock’n’Roll gehend, frisch, frech und an die Frühzeit dieser Musikrichtung erinnernd.

Wenn ich überlege, hier einen Anspieltipp zu geben oder einen Lieblingssong zu nennen, wird es hart, weil am liebsten möchte ich das ganze Album nennen. Folgende Songs kann ich aber mit gutem Gewissen hervorheben:

  • „Boom Boom“ mit seiner Rock’n’Roll Mischung, wo man die Einladung zum „Shake It Baby“ am liebsten auf der Stelle in die Tat umsetzen möchte.
  • „Going Down“ ist eine der leidenden Blues-Nummern, die von Spike die richtige Würze verpasst bekommt.
  • Das rauchig-laszive „Help Me“ spielen sie sehr überzeugend und bluesig, der unterliegende Rhythmus ist ein tolles Gegenspiel bzw. Harmonie von Gitarrensoli und Bass.
  • Die allseits bekannte Nummer „Shame Shame Shame“ punktet wieder mal durch das fabelhafte Piano- und Mundharmonikaspiel, aber auch mit der gesanglichen Interpretation von Spike. Ein sexy Song zum Hinschmelzen.
  • Gleiches bei „I’m Your Hoochie Coochie Man“, ich könnte mich in den Song reinlegen, eh schon ein super Klassiker, aber THE QUIREBOYS verpassen ihm den besonderen Schliff und das kommt eben saugut.

Weil das noch nicht reicht, wird zum Schluss noch ein Zahn zugelegt und hier kommen die richtigen Gustostückerl. Da haben wir „I’m a King Bee“, „Walking The Dog“ und „Little Queenie“. Jedes für sich ein Leckerbissen für den Blues und Rock’n’Roll Fan.
Und am Ende des Albums sieht man, dass THE QUIREBOYS mit diesen alten Songs gar nicht alt aussehen, sondern man hofft, dass sie das Feeling, das sie auf dem Album verbreiten, auch bald in unsere Blues-Bars bringen.



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (28.09.2017)

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