LOATHFINDER - The great tired ones

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VÖ: 30.04.2017
Bandinfo: LOATHFINDER
Genre: Doom Metal
Label: Godz ov War
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Zu Beginn eine Erinnerung: Oft hört es dann auf, wenn es am Besten ist.  

LOATHFINDER haben mit ihrem Debüt-Album THE GREAT TIRED ONES eine Scheibe abgeliefert, von der sich mancher eine selbige abscheiden könnte.

Der erste Track „Genetic Gloom“ setzt mit etwas ein, das nach einem Schwarm Fliegen klingt, der um einen großen Haufen verrottenden Fleisches kreist. Dieser Fleischhaufen findet sich auch gleich zu Beginn des Textes wieder. Das Verfaulen und das Zerfallen, sie klingen in den getragenen, aber harten Gitarrenparts mit brachialer Wucht an.

„Feast On My Entrails“ hat zwar einen ähnlichen Brett-Status wie der Vorgänger, ist aber melodiöser. Er beginnt mit einem Intro, welches aus einem dystopischen Traum gekrochen zu sein scheint, der wiederum in Tolkiens Mordor geträumt wurde. Als ob den Heerscharen Saurons ein Marschlied geschrieben wurde. Es zieht sehr in seinen Bann.

Die Nummer drei des Albums „Scents Of Regression“ beginnt wie eine Mischung aus schlechter Radioübertragung und übersteuerten Mikrofonen auf einem Konzert mit an Inkompetenz grenzenden Tontechniker. Die Gitarre ist fast durchgehend glasklar zu hören, das Schlagzeug fügt passende Akzente zu. Vom Bass ist leider viel zu wenig zu hören.

Der namensgebende Track „The Great Tired Ones“ ist eine musikgewordene Tropfsteinhöhle, die auf einen Lavastrom zuläuft. Wo zu Beginn noch Wasser von der Decke tropft, ergießt sich ein Strom von Lava-Gitarren in die Gehörgänge. Dieser Strom ist rasch wieder vorbei und hinterlässt eine aufgeheizte, aber wieder dunkle Höhle. Kategorie: gefällt.

Fazit: In gerade einmal vier Songs ist alles Nötige gesagt. Stimmig und zu kurz.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Thomas Trüter (27.10.2017)

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