THE HATE COLONY - Ascending

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VÖ: 20.10.2017
Bandinfo: THE HATE COLONY
Genre: Metalcore
Label: Mighty Music
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Lineup  |  Trackliste

Laut. Böse. Mächtig. Das sind die drei Begriffe, mit denen man THE HATE COLONYs neues Album „Ascending“ beschreiben kann. 2007 gegründet, hauen die Metalcoreler aus der norwegischen Stadt Trondheim mit ihrem dritten Album ein Brett raus, das es in sich hat.

Es gibt kein Genre, das so vielfältig ist, wie das Metal-Genre und seine zahlreichen Untergrüppchen. Das Tolle daran: Für jeden ist etwas dabei. Doch selbst im Metal, ist es inzwischen schwer geworden, sich nicht zu wiederholen und Riffs zu finden, die es nicht schon unzählige Male gab. THE HATE COLONY aus Norwegen versuchen dem entgegenzuwirken. Ihr drittes Album „Ascending“ ist mit dem Gedanken entstanden, einfach zu machen, was Spaß macht und cool klingt. Dabei haben sie versucht, Einflüsse aus anderen Genres in ihren Melodic-Metalcore miteinfließen zu lassen.

Schon mit dem ersten Song „Ghost Of Damnation“ wird einem ein Schlag ins Gesicht gesetzt. Abgehackte Palm Mutes, MESHUGGAH-artiger Djent, starke Shouts, Fry Screams, tiefe Growls und auch mal etwas Melodie durch die Leadgitarre. Die Gitarren sind schön vordergründig, das Schlagzeug klingt insgesamt auch recht präsent. Manchmal vielleicht etwas trocken, vor allem die Snare, was bei den zahlreichen Blast-Beats aber kaum auffällt. Der Synthesizer der nuancenweise im Hintergrund zu hören ist, ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich schnell an ihn. Die Gitarristen können offensichtlich mehr, als nur die Leersaite anzuspielen. Technical-Elemente sind durchaus rauszuhören, die über Tapping hinausgehen. Zudem zeigen sie im Song „Intermezzo“ mit Akustikgitarre und Streichinstrumenten, dass sie auch ruhig können. Mit dem letzten Song „Egocentric“, der durch seinen groovy Drumbeat voran getrieben wird, holt die Band nochmal aus und gibt einem direkt auf die Zwölf.

Am Anfang noch voll auf die Zwölf, macht das Album eine abwechslungsreiche Reise durch und wird zum Ende hin melodischer. Dabei verliert es trotzdem nicht zu viel an Härte. Damit braucht sich das Quintett nicht vor Größen wie MESHUGGAH, GOJIRA oder WHITE CHAPEL zu verstecken. Heutzutage ist es schwer, im Metal etwas zu erschaffen, was es noch nicht gab. THE HATE COLONY gelingt es, aus bekannten Elementen ein erfrischendes Album zu zaubern.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Baha Kirlidokme (30.11.2017)

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