DREADED DOWNFALL - Farewell To Greatness

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VÖ: 07.01.2016
Bandinfo: DREADED DOWNFALL
Genre: Post Hardcore
Label: White Tower Records
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Lineup  |  Trackliste

2013 ließen uns DREADED DOWNFALL mit ihrer letzten EP „Idols For The Broken“ aufhören. Neben den, man möchte fast sagen zeitgenössischen, harten Klängen, welche von gekonnten Melodien und gelegentlichem Klargesang begleitet wurden, ahnte man bereits, dass besagtes Fünfergespann noch einiges auf Lager haben würde. Diese Ahnung bestätigen sie nach zwei EPs nun mit ihrem Debütalbum „Farewell To Greatness“, welches sie mittels Crowdfunding finanziert haben. Bereits bei der ersten Nummer des Albums, „Lines That Led Us Here“, wird schnell klar: wir dürfen an einer Liebesgeschichte teilhaben. Die Geschichte einer Band nämlich, angetrieben von der Liebe zur Musik. Ein kurzer Monolog erzählt uns, worauf wir uns nun freuen dürfen: An gewissen Punkten in unseren Leben erwachen wir und fragen uns selbst, ob wir genug dafür getan haben, zu sein wer wir sein möchte. Dann legen wir uns wieder schlafen. Das können wir nicht, wir sind weit gekommen, spüren unsere Hoffnungen und Träume. Hier ist was wir zu sagen haben …

Doch von diesem Monolog darf man sich nicht täuschen lassen, einem Geparden auf der Jagd gleich, stürmt die erste Nummer los, der auf dem gesamten Album immer wiederkehrende mehrstimmige Gesang ist das Tüpfelchen auf dem I. Mein persönlicher Favorit findet sich in „Scars And Medals“, mitunter weil mich bereits der Titel in seinen Bann zieht: jeder trägt Narben des Lebens mit sich. Satte Screams, gekonnter Klargesang und mehrstimmige Passagen wechseln sich auch hier sehr gekonnt ab. Mit „Promises“ liefern sie uns schließlich einen ziemlich persönlichen Einblick in ihr Leben als Band, ihr Versprechen als Band, bevor die nächste Nummer „You Left“ den Tonus etwas verändert, nicht nur weil Johan Lindström hier gesanglich unterstützt. Tatsächlich reißt mich dieser Song in einen kleinen Gefühlsstrom - Chapeau!

Nach einem gefühlvollen „Lost“ und „Dear Father“ scheint „I’m Broken“ die Fortsetzung von „You Left“ zu sein. Jetzt habe ich die „Chapeau!“-Karte bereits ausgespielt, allerdings ist sie hier für das Songwriting auch mehr als angebracht. Bei „At Least We Tried“ verzaubert uns ein Klavier, bevor der Song zu einem Sturm der Euphorie ansetzt. Behutsam entlassen uns DREADED DOWNFALL aus ihrer Bandgeschichte mit dem namensgebenden Song „Farewell To Greatness“, gänzlich ohne Schnickschnack wird der Song von Klargesang und Akustik getragen, während uns wohl eine Geschichte aus ferner Zukunft erzählt wird.

Alles in allem ein stimmiges Album mit der einen oder anderen Überraschung, ohne dabei seinen roten Faden zu verlieren. Vermutlich ohne es tatsächlich zu beabsichtigen, haben die Jungs mal so nebenbei auch ihr Potential unter Beweis gestellt, gerne und hoffentlich bald mehr!

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Pixie (27.12.2017)

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