ALMANAC - Kingslayer

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VÖ: 24.11.2017
Bandinfo: ALMANAC
Genre: Symphonic Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Victor Smolski ist spätestens seit seiner prägenden RAGE Ära in aller Munde und hat auch mit seiner neuen Band ALMANAC nicht enttäuscht, als 2016 das Debüt "Tsar" das Licht der Welt erblickte. Der Herr hat ein starkes Gespann um sich herum gescharrt und ballert uns bereits 1 1/2 Jahre nach dem Debüt das Zweitwerk "Kingslayer" um die Ohren. Dieses Album beschäftigt sich thematisch mit Königsmorden und Game Of Thrones Fans werden hier eventuell hellhörig! Wichtig war es Herrn Smolski, die Songs diesmal etwas kompakter wirken zu lassen und ob ihm das gelungen ist, darüber werden die folgenden Zeilen möglicherweise Aufschluss geben.

"Regicide" ist mit seinen über sechs Minuten vielleicht nicht ganz so kompakt, aber das Soundgerüst ist einmal mehr der Wahnsinn. Wie fett die Gitarre aus den Boxen scheppert, ist schon mehr als beachtlich. Andy und David geben sich wieder die Klinke in die Hand und feuern aus allen Rohren. Ein sehr energetisches Stück, das mit sehr viel Variabilität punktet und eine dichte Atmosphäre erzeugt. Herr Smolski hält seinen Feingeist hier wohl auch bewusst etwas zurück, was dann eben auch ein Stück weit Kompaktheit ergibt. "Children Of The Sacred Path" ist eine sehr dynamische Nummer, die auf den Punkt genau funktioniert, keine Sekunde unnötig verschwendet und den Song auf das Nötigste begrenzt. Ein gelungener Track, der sehr powermetallisch daher kommt. "Guilty As Charged" punktet nicht nur mit coolen Gangshouts, sondern vor allem mit einem bombastischen Doppelchorus, der trotzdem ordentlich Eier in der Buchse hat. Highlight der Platte ist ganz sicher "Hail To The King", das nicht nur mit einer tollen Chorpassage eingeleitet wird, sondern auch virtuose Pianoparts integriert, die an RAGE Zeiten zu "Welcome To The Other Side" und insbesondere dem Song "I'm Crucified" erinnern. Wahnsinn, welch intensives Gefühl der Refrain auszulösen vermag. Prinzipiell lässt sich jedes weitere Stück herausgreifen und gleichzeitig hervorheben. Herr Smolski hat wahrlich ein grandioses Gesamtwerk erschaffen, das von seiner ganz eigenen Dynamik und Atmosphäre lebt. Einzig und allein "Kingdom Of The Blind" will mir nicht so richtig zünden, obgleich es durchaus ein paar tolle Parts mitbringt. Insbesondere der leicht symphonische und dennoch aggressive Beginn machen Laune, aber gerade der Chorus wirkt hier etwas zäh und irgendwie auch so, als hätte man ihn schon mal gehört.

Das soll allerdings eine Ausnahme bleiben, denn ansonsten ist "Kingslayer" - ähnlich wie sein Vorgänger - ein bärenstarkes Album geworden, das in viele Toplisten des Jahres gehört. Victor Smolski hat hier mit ALMANAC eine funktionierende Einheit geschaffen, die starke Kompositionen mit tollen Lyrics verbindet. Auch der Ideenreichtum scheint noch lange nicht ausgeschöpft zu sein, was einen freudig in die Zukunft blicken lässt!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Sonata (25.11.2017)

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