KERA - Hysteresis

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VÖ: 10.11.2017
Bandinfo: KERA
Genre: Progressive Death Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Die jungen Franzosen von KERA haben große Vorbilder: da fallen Namen wie DREAM THEATER, OPETH oder GOJIRA. Dass der Weg bis dahin noch weit ist, zeigt ihr erstes Album „Hysteresis“.
Der Beginn ist ja vielversprechend: „Overture“ ist ein lässiges Slide-Gitarren-Intro mit coolen Melodien. Wenn es dann aber an die Songs geht, werden dann doch deutliche Schwächen offenbar. KERA schwanken da etwas orientierungslos zwischen Oldschool-Geklöppel a la CARCASS, melodischen Rock-Parts, Breakdowns und vielem mehr.
Dabei sind die musikalischen Fähigkeiten der vier Jungs und einem Mädel ja überdurchschnittlich vorhanden, vor allem Gitarre und Bass bringen immer wieder mal coole Licks oder Riffs, vor allem bei den Lichtblicken von „Hysteresis“, nämlich dem relaxten „Epiphany Of A Lunatic“ (wieder geschmeidige Slide-Gitarren, diesmal zusätzlich mit fetten Bass-Parts und schrägen Melodien), dem aggressiveren „Compos Mentis“ (mit NEVERMORE-Gitarrenparts und dem einzigen wiedererkennbaren Refrain auf der Platte) oder dem abschließenden „Silence Slight Return“.
Die Klasse der Musiker können die Vocals nicht so recht halten, die Kombination von Fronter Ryan McHaggis und Gitarrero Arthur Heim versucht zwar so ziemlich alle Gesangs-Stile durch, aber bis auf die Growls gelingt das nicht so recht, man hat eher den Eindruck, dass da bei dem einen oder anderen ein Stimmbruch etwas zu spät gekommen ist.
Insgesamt also deutlich zu wenig, um auf dem eh schon leicht übersättigten Prog Death Weihnachtsmarkt aufhorchen zu lassen.
 



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Luka (13.12.2017)

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