AEROLITH - II

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VÖ: 24.11.2017
Bandinfo: AEROLITH
Genre: Space Rock
Label: Lakechurch Production / Jumping High Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Österreicher AEROLITH haben ihr zweites Album "II" Ende November herausgebracht. Ähnlich wie im ersten Album bewegt sich das Trio irgendwo zwischen den Grenzen des Stoner und Space Rock. Im Vergleich zum Debütalbum, weist die neue Platte einen deutlich melanchonischen Umschwung auf, dennoch wird der Hörer eingeladen, sich in eine bessere Welt zu beamen.

Als Opener bekommen wir ein Stück Namens Pacha zu hören. Bereits hier lässt sich erkennen, wohin uns die Reise führen wird. Eine Symbiose von Schlagzeug, Gitarre und Keyboard. Fast zu euphorisch, könnte man in den ersten Momenten denken. Doch ein gekonnter Umgang mit Synthesizern und anderen Tools lassen keine Langeweile aufkommen. Mein persönliches Lieblingsstück - Ambiverse. Sämtliche Kontroversen könnten hier nicht besser zusammenspielen. Die ruhigen und melanchonischen Parts gehen Hand in Hand mit den eindringenden, tieferen Riffs.

Ein anderer Song, Rain Walk, zielt mehr auf psychedelische Töne und verschafft eine schon fast futuristische, nicht von dieser Welt stammende Atmosphäre.

Auch die Namen der einzelnen Titel lassen viele Interpretationsmöglichkeiten offen und scheinen gut gewählt zu sein. An dieser Stelle möchte ich auch das außergewöhnliche und exzentrische Coverartwork hervorheben (immerhin isst das Auge mit). Beim genaueren Hinsehen lässt sich erkennen, dass die Jungs wahre Perfektionisten sind und hier ein kleines, stimmiges Meisterwerk geschaffen wurde.

Was mich am meisten fasziniert, sind die verschiedenen Einflüsse und Sounds die das gesamte Album hergibt. Manchmal denkt man an die frühen Jahre von PINK FLOYD, ein anderes mal an an die Stoner Rock Legenden KYUSS in Palm Desert. Und oft sind die Klänge ganz und gar nicht von dieser Welt.

Insgesamt ein sehr gelungenes, instrumentelles Album. Leider hat es teilweise zu viele Parallelen zu "Aerolith I" aufgewiesen und ist hier und da doch etwas zu monoton. Dennoch kann man es sich jederzeit gut anhören. Egal ob als sanfte Hintergrundmusik, oder doch ganz bewusst.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Anna Buchbauer (14.12.2017)

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