CALIGULA'S HORSE - In Contact

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VÖ: 15.09.2017
Bandinfo: CALIGULA'S HORSE
Genre: Progressive Metal
Label: Inside Out Music
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Lineup  |  Trackliste

Seit ihrer Gründung 2011 haben sich CALIGULA'S HORSE einen Namen in der internationalen Prog-Szene gemacht. Besonders mit ihrem Album "Bloom" aus dem Jahr 2015 konnte die Band aus Down Under einen Meilenstein für sich verzeichnen und bekam im letzten Jahr für den Song "Marigold" den 2016 Queensland Music Heavy Award. Mit ihrem neuen Album "In Contact" will das Quartett nun an bisherige Erfolge anknüpfen.

Dass die Band auch bei ihrem vierten Longplayer ihr Können unter Beweis gestellt hat, zeigt sich schon an der durchwegs positiven Resonanz von Fans und Kritikern. Tatsächlich ist das gesamte Album auch sehr zugänglich, ohne dabei trivial zu wirken. Dennoch fällt "In Contact" nicht übermäßig durch besonders einnehmende Momente auf. Technisch erneut einwandfrei, präsentieren CALIGULA'S HORSE sich stetig aufbauende Progwände, verträumte Soli und einprägsame Refrains, ohne mich mit dem Dargebotenen jedoch komplett in ihren Bann zu ziehen. Viel mehr gestaltet sich das Album für mich als angenehme Hintergrundmusik, ohne sich aufzudrängen oder mir besonders lange im Gedächtnis zu bleiben.

Dennoch hält "In Contact" auch ein paar Highlights für mich bereit. So verleiten zum Beispiel der sehr eingängige Refrain sowie das letzte Drittel von "Songs For No One" zum intensiveren Zuhören. Der mit einer guten Viertelstunde Spielzeit mit Abstand längste Song, "Graves", erweist sich als Perle des Albums. Ruhig beginnt das fünfzehnminütige Stück, bis das Gitarrenspiel immer mehr Fahrt aufnimmt, und zeigt sich in seiner Länge höchst abwechslungsreich und spannend mit unter anderem eingängigem Refrain und beeindruckendem Solo. Ganz klar mein persönliches Highlight.

Songs wie "Love Conquers All" sorgen für etwas ruhigere und poppigere Momente zwischendurch, bevor mit einer weiteren progressiv-djentigen Passage wieder etwas mehr Fahrt aufgenommen wird. "Inertia And The Weapon Of The Wall" dient als Progressive Metal-Äquivalent zu einem Poetry Slam und lässt mit einer Kombination aus Vocal-Effekten, Flüstern bis hin zu wütendem Aufbegehren und einem somit ständigen Wechsel an Gefühlen aufhorchen, ehe es zu einem druckvollen Übergang zu "The Cannon's Mouth", einem der härtesten Songs des Albums, kommt. "Atlas" sorgt für einen ruhigen Abschluss eines angenehmen, zum nebenbei Anhören perfekt geeigneten Albums, das mich nur stellenweise mit besonders interessanten Passagen aufhorchen ließ.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Angelika Oberhofer (02.01.2018)

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