ELECTRIC WIZARD - Wizard Bloody Wizard

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VÖ: 17.11.2017
Bandinfo: ELECTRIC WIZARD
Genre: Doom Metal
Label: Witchfinder Records
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Lineup  |  Trackliste

Drei lange Jahre sind nun bereits seit "Time To Die" vergangen. Dementsprechend groß war die Vorfreude und Spannung auf das neue Werk. Viele munkelten, dass an den stark doomlastigen Vorgänger angeknüpft wird, oder sogar noch eins draufgesetzt werden sollte. Doch hier tritt nun das Gegenteil ein: Die Truppe setzt vermehrt auf bluesgeschwängerte, schnellere Riffs und lässt uns an die Anfangszeiten von BLACK SABBATH zurückdenken.

Bereits im Opener "See You In Hell" wird in die Retrorockschiene eingefahren. Dröhnender Bass und psychedelische Sounds laden uns auf eine Reise in etwas Neues, fast schon Kontroverses ein. Mastermind Jus Osborn setzt auf fuzzige Töne und zieht ein deutlich schnelleres Tempo durch die Platte. Dennoch behalten die Engländer ihren charakteristischen Sound bei, vor allem durch die unverwechselbare Stimme von Jus. Mein persönlicher Favorit ist das Schlusslicht "Morning Of The Magicians" - hier wird richtig tief in der Doom-Kiste gegraben und lässt in Erinnerungen an "Dopethorne" schwelgen.

Weitere Worte gebühren dem Coverartwork, denn es repräsentiert ELECTRIC WIZARD so wie wir sie kennen und lieben - Rituale, Blut und eine Menge nackte Haut [Yay! Anm.d.Korr.]. Wer sie schon einmal live gesehen hat, weiß, dass die Shows von Ritualen angehaucht sind. Eingehende Gitarrenklänge, Klassiker des Horrorfilmgenres und synchrones Headbangen - was will der Stoner mehr?

Dennoch empfindet man bei einigen Songs, dass noch etwas fehlt. Nach den sechs Tracks hofft man noch auf einen Twist, ganz nach dem Motto "War's das schon?". Dennoch ist "Wizard Bloody Wizard" eine sehr gelungene Scheibe, und die neue Richtung (welche man mehr als Stoner Metal denn Stoner Rock klassifizieren könnte) die hier eingeschlagen wird, geht mit unserer Zeit erfolgreich mit. Im Gesamtbild wurde Osborn's Versprechen erfüllt - "Beerdigungs-Boogie im absoluten Schneckentempo für die Hölle, die sich das 21. Jahrhundert nennt".

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Anna Buchbauer (21.12.2017)

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