KETHA - 0 Hours Starlight

Artikel-Bild
VÖ: 17.11.2017
Bandinfo: KETHA
Genre: Progressive Metal
Label: Selfmadegod Records
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Weise Worte, Teil 1: dass eine Gruppe nur so stark wie ihr schwächstes Glied ist, merkt man am besten bei Bands, wo das allgemeine Hörvergnügen einer Platte durch Misstöne auf einer Bandposition verstümmelt werden kann. Das fällt meist beim Bass weniger auf (bitte hier Bassistenwitz deiner Wahl einfügen), der Gesang ist dagegen extra kritisch.


Und so ist es bei KETHA, die an und für sich ganz vergnüglichen, leicht experimentell angehauchten Prog Metal machen, aber wo bei der aktuellen Scheibe „0 Hours Starlight“ die Vocals einfach so schräg sind, dass hier gar kein Hörspaß aufkommen kann.
Die Stimme als Mischung aus entfremdeten Gesang und gedehntem Sprechen klingt im besten Fall wie ein drittklassiger, zugedröhnter MARILYN MANSON und im schlimmsten Fall (wie etwa beim extra-theatralischen „Mokomokai“) einfach nur nervig. Das geht bei kurzen Hörproben gut, auf Albumlänge ausgedehnt wird es aber anstrengend.
Was einigermaßen schade ist, denn die Instrumentalfraktion lässt ab und zu durchaus positiv aufhorchen, bei den groovy-progressiven „Khanda“ oder „Monarchs“ etwa, oder wenn das spannende „Holos“ mit fiependen Synths aufgewertet wird. Das klingt dann in etwa wie eine Kreuzung aus MASTODON und GOJIRA. Auch das entspannte Instrumental „Bliss“ ist ob der Gesangslosigkeit ein Pluspunkt.


Weise Worte, Teil 2: manchmal ist weniger mehr. Ein Verzicht auf Vocals hätte „0 Hours Starlight“ wohl zu einer spannenden Sache gemacht, so ist man froh, wenn die Platte vorbei ist.

 



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Luka (28.12.2017)

WERBUNG: Uzziel
ANZEIGE
WERBUNG: Escape Metalcorner
ANZEIGE