CORROSION OF CONFORMITY - No Cross No Crown

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VÖ: 12.01.2018
Bandinfo: CORROSION OF CONFORMITY
Genre: Sludge Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

1996 erschien CORROSION OF CONFORMITYs Album "Wiseblood" auf dem neben den Hits "King of The Rotten" und dem Titeltrack auch noch ein Song namens "Man Or Ash" versteckt ist. Auf Nämlichem singt ein gewisser James Hetfield den Chorus und es waren damals auch METALLICA, die die Band mit auf Tour nahmen. Ich durfte das Package im Greensboro Coliseum sehen und davor auch in ihrer Heimatstadt Raleigh. Vielerorts ging man davon aus, dass das Album und die Tour der Band um Pepper Keenan den Durchbruch bringen würden.

Wie das ausgegangen ist, wissen wir. CORROSION OF CONFORMITY gibt es nach wie vor, respektive wieder, Pepper Keenan ist nach vielen Jahren mit DOWN seit 2014 wieder bei den Südstaatensludgern gelandet und mit "No Cross No Crown" versucht man sich wieder an neuem Liedgut.

Es tut natürlich gut, nach den nicht ganz so prickelnden Vorgängeralben, CORROSION OF CONFORMITY wieder in einigermaßen ansprechender Form vorzufunden. Peppers Stimme ist eben Peppers Stimme (ein Austriazismus, man möge mir verzeihen). Die Songs sind auch recht typisch für die Südstaatler. Exemplarisch hier "Cast The First Stone":

 

Warum man vor, respektive nach jedem Song diverse Intermezzi einfügt, mag sich mir nicht ganz erschließen, tragen selbige doch nicht wirklich zur Klasse des Albums bei. Eine Klasse, die es bisweilen wohl besitzt. Gut, es dauert ein wenig, bis mit "Wolf Named Crow" ein fast schon Mississippi-tauglicher Hit daherkommt: "Wolf Named Crow":

 

Das sind tiefste Südstaaten mit dem für den Sludge so typischen LED ZEPELLIN-Einschlag. Auch wenn Raleigh rein geographisch nicht im Deep South liegt, sind CORROSION OF CONFORMITY eine der Vorzeigebands des Genres. Mit "Little Man" rührt man ein wenig in ZZ TOP-Gefilden und schielt zur gleichen Zeit in die eigene Vergangenheit, die da "Albatross" hieß. Ein Song, wie er der Jetztzeit vom Gefühl her entfernter nicht sein könnte. Hier wird man mit Anlauf in vergangene Zeiten geworfen. Das Album wird hinten raus etwas eigenartig. "Forgive Me" erinnert mich erneut an die 70er, "Nothing Left To Say" ist eine sich schön langsam steigernde Bourbon-Ballade und der zweite Höhepunkt des Albums. "Old Time" ist leidlich unterhaltsam, während "E.L.M." mit einem TROUBLE-artigen Riff aufwartet. Der Titelsong ist kein Song an sich, "A Quest To Believe..." doomed sich dem Ende entgegen, einem Ende, dass mit einer arg schrägen QUEEN-Coverversion, "Son And Daughter", dargestellt wird.

CORROSION OF CONFORMITY sind wieder CORROSION OF CONFORMITY, Pepper sei dank. An die großen Zeiten, in meinem Falle eben "Wiseblood", kommen sie mit "No Cross No Crown" leider nicht heran. Zuviel wird hier Songwriting via Autopilot betrieben und zuwenige Ideen werden zulange durch den verdichteten Flachbau getrieben, um wirklich von einem starken Werk sprechen zu können. Fans werden erfreut sein. Ich hänge hingegen längst vergangenen Tagen nach und träume von Carolina.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (16.01.2018)

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