Black Label Society - Grimmest Hits

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VÖ: 19.01.2018
Bandinfo: BLACK LABEL SOCIETY
Genre: Hard Rock
Label: Spinefarm Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Jahre mögen vergehen, aber wenn man sich Zakk Wylde ansieht bzw. die neue Scheibe der BLACK LABEL SOCIETY anhört, dann bemerkt man nicht viel Unterschied. Zakk trägt noch immer Mähne, Rauschebart, Denim & Leder, seine berühmt-berüchtigte Gitarre ist wie eh und jeh im Einsatz und der Sound – zwischen Südstaaten, Blues, Whiskey und Ozzy befindlich – ist ähnlich wie beim letzten Mal. Manchmal träge und schwermütig, dann glänzt er mit eingängigen Balladen, und hin und wieder kommt Schwung in die Bude.

Zakks Riffs kommen wie immer rollend und sauber, selten aggressiv, zumeist schwermütig und ab und an verspielt. Beim Gesang hat man noch immer den Eindruck, er hat mächtig viel von Ozzy abgeschaut bzw. gelegentlich klingt er wie eine Kopie, ja der gesamte Songaufbau lässt viel von OZZY OSBOURNE hören.

"Trampled Down Below" liefert den erdig-rockigen Einstieg - ein Song, der sofort an Ozzy erinnert. Der düstere Bass und die leicht behäbigen Riffs liefern neben den Vocals einen gehörigen Anteil, um ein psychadelic Rock Feeling der 70er hervorzurufen. Von dieser Sorte gibt es noch mehr, "The Betrayal" zum Beispiel (wegen des satten Basses hatten hier mein Speaker einiges zu ertragen) oder "All That Once Shined", das mal nach Trauermarsch klingt und dann doch wieder rockt.

Bei "Room Of Nightmares" kann man sich auch per Video den heavy Blues-Rock reinziehen und ansehen, wie eine Kindergeburtstagsfeier wegen der BLS aus den Fugen gerät.

Ruhigere bzw. gemütlichere Stücke sind "Seasons Of Falter", wo Zakk sein spezielles Gitarrenspiel an einem eindrücklichen Solo zeigt, das sehr bluesig geraten ist, genau so wie "Disbelief". Noch schmalziger, nämlich mit Orgelklängen, geht es bei "The Only Words", einer nachdenklichen und stimmigen Ballade.

Sehr schön das bluesige und mit Southern-Rock angereicherte "The Day That Heaven Had Gone Away". In diesen Song wird viel Emotion gelegt, die Nachdenklichkeit und Trauer kommen auf eine mitnehmende Art rüber und man leidet mit, weil fast jeder von uns ähnliche Trauer und Herzschmerz erlebt hat und sie in diesem Songwriting ausgezeichnet umgesetzt sieht.

Beim letzten Stück "Nothing Left To Say" hören wir Zakk mit akustischer Gitarre und einer weiteren, ruhigen Melodie sowie teilweise mehrstimmigen Gesang, der sich fast nach "Gute-Nacht-Lied" anhört. Tja, Rocker müssen eben auch mal ins Bett.

Fazit: Zakk Wylde Fans werden vom neuen Album mit gleichbleibender Qualität verwöhnt, da gibt es keine großen Ausrutscher, weder in die eine noch in die andere Richtung. Man kann nur sagen, Zakk, der Wikinger an der Gitarre, ist retour und hat es nicht nötig, was Neues zu erfinden.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (22.01.2018)

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