DINOSOUND - Claudia

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VÖ: 19.01.2018
Bandinfo: DINOSOUND
Genre: Alternative Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Pünktlich zum Jahresbeginn hauen die Berliner DINOSOUND ihr zweites Album, welches den etwas ungewöhnlichen Namen "Claudia" trägt raus. Am Mikro (und an der Gitarre) steht der ehemalige PLACENTA-Bassist Florin Kerber. Das Quartett klingt wie eine bunte Mischung aus QUEENS OF THE STONEAGE und den FOO FIGHTERS, wobei die Stimme von Florin teilweise Assoziationen zu der von Matthew Bellamy (MUSE) weckt – klingt schon mal sehr spannend!

Los geht's auch schon mit dem Opener namens "Chasing Rats". Die Scheibe wird von einem ruhigen Gitarrenspiel eingeleitet, welches anfangs mit noch ruhigen, fast atmosphärischen Vocals gepaart wird. Keine Sorge – es wird relativ zügig wilder und lauter! Besonders gut hervorgestochen hat der dosiert eingesetzte Gesang von Bassistin Janine Semmler. Summa Summarum ein interessanter Opener, der nicht zu viel über das Folgende verrät.

Weiter geht es auch schon mit dem Track "Made of". Hier bekommen wir im Vergleich zum ersten Titel ein schnelles, roughes und punkiges Intro. Der gesamte Sound inklusive des dazugehörigen Textes hat einen hohen Einprägungsfaktor, man könnte schon fast behaupten, hier herrsche Hitpotential. Relativ am Ende des Songs wird nochmal ein Gitarrensolo à la Dave Grohl rausgehauen. Ein (sehr sportliches) Musikvideo dazu gibt es übrigens auch noch. Wie man daraus entnehmen kann, fließt der Lifestyle und Kult der Hauptstadt auch in ihre künstlerischen Arbeiten mit ein. Exzentrisches Auftreten, eine Flucht vor dem Sensenmann und eine Menge Gitarren – we like!

Mein Album-Favorit ist die etwas andere Ballade namens "You and I". Die kratzige, Hard Rock-taugliche Stimme des Sängers wird durch ein schnelles Tempo abgerundet und kreiert alles, was man sich nicht unter einem Liebessong dieser Sparte vorstellt. Als Schlusslicht bekommen wir einen Track namens "Better At It" serviert. Deutlich ruhiger als die Vorgänger, dennoch gut als Ausklang geeignet.

Fazit? Hoffentlich hören wir in Zukunft noch mehr von den sympathischen Berlinern! Obwohl es in ihrer Sparte viel Konkurrenz gibt, schaffen sie es herauszustechen. Dies gelingt vor allem mit Individualität und dem damit verbundenen Spaß an der Sache. Wünschenswert wäre es, wenn die Sache noch etwas heavier werden würde. Die kratzige Punk-Grunge Stimme steht ihnen wirklich gut und kann gerne öfters gezeigt werden!
 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Anna Buchbauer (22.01.2018)

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