MORLAS MEMORIA - Mine Of Pictures

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VÖ: 15.09.2017
Bandinfo: MORLAS MEMORIA
Genre: Gothic Metal
Label: 7hard
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Lineup  |  Trackliste

„Mine Of Pictures“ ist das zweite Album der  Symphonic Metal Band MORLAS MEMORIA aus Dresden und spiegelt die Hingabe der Musiker für große, symphonische Einsätze und klassischen Opern- bzw. Sopran-Gesang wider. Für letzteren ist Sängerin  Leandra verantwortlich. Sie ist nicht nur optisch ein großer Pluspunkt für die Band, sie besticht vor allem mit ihrer extrem hohen, aber betörenden Stimme, die sowohl Operette als auch sanftere Klänge perfekt wiederzugeben weiß.  Kommen wir auf das Wesentliche zu sprechen, den Songs: das wunderbare „ (A Hero Called )Hynreck" ist größtenteils eher bombastisch angehaucht, steigert sich gegen Ende dramatisch und leitet den ersten Höhepunkt „Whatever You Want “ ein. Besonders angetan hat es mir der enorm starke Track „Stormgiants“, der das ganze Können der Band aufzeigt. Von schnellen Doublebass-Passagen über ruhige atmosphärische Parts bis hin zu fetten Growls ist in dem Song wirklich alles enthalten.

Auch ein Höhepunkt ist der  wunderschöne Track „Das Sternenkloster“, in der die Front Diva aufzeigt, welche Bandbreite sie zu bieten hat. „Waters Of Life“ bietet uns einen fast schon majestätischen Touch, baut sich erst mit Bedacht auf, um im Chorus dann ein wahres Feuerwerk zu entfachen. Die zwölf Tracks drehen sich thematisch alle um “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende. Generell findet sich auf dem Album eine extrem gute Mischung aus theatralischen Nummern und einigen schnelleren, NIGHTWISH affinen Songs, die permanent nach vorn marschieren. Es sind immer wieder Parallelen zu XANDRIA, EDENBRIDGE, EPICA, CORONATUS oder THEATRE OF TRAGEDY erkennbar, obwohl die Truppe aus Dresden ihren ganz eigenen Charme hat.

„Mine OF Pictures“ ist ein Album das den Hörer fordert, vor allem durch den Wechsel zwischen deutschem und englischem Gesang, der die Nerven der Zuhörer ein wenig strapaziert. Besonders markant sind die schwindelerregenden Soli von Gitarrist Florian Baum, der es aber auch jederzeit versteht, den Songs mit seinen Gitarrensounds eine Seele einzuhauchen. Ob der Durchschnitts-Metaller dieses Werk mögen wird, erscheint zweifelhaft. Fans des symphonischen Gothic Metal Genres werden beim Konsum des zweiten MORLAS MEMORIA Werkes aber wenig falsch machen. Auch wenn die Band sich erst am Anfang ihres Weges befindet, so muss man ihnen eine gute kompositorische Leistung zugestehen.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: manfred (25.01.2018)

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