A HERO FOR THE WORLD - CineRock

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VÖ: 01.12.2017
Bandinfo: A HERO FOR THE WORLD
Genre: Melodic Power Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Zugegeben, für das letzte Werk haben die aufstrebenden Power Metaller von A HERO FOR THE WORLD die volle Breitseite von mir bekommen, doch stehe ich auch heute noch zu meinem Wort. Bis auf das Debüt ist den Schweden von den Philippinen bisher nicht mehr so viel gelungen, doch man soll ja bekanntlich nicht den Tag vor dem Abend loben. Mit "CineRock" kommt nun der nächste Versuch, um die Gunst des geneigten Power Metal-Hörers zu buhlen. Hier wagt man sich an ein Konzept, das andere Nischenbands in meinen Augen bereits interessanter umgesetzt haben: Bekannte Kinohits und Serienhits (Songs vom jeweiligen Soundtrack) in einem Power Metal-Gewand aufbereitet. Die Jungs von REINXEED haben das damals mit "Welcome To The Theater" durchaus ansprechender gestaltet, indem sie eigene Songs thematisch passend zu Kinofilmen geschrieben haben. Hier stehen uns nun also mehr oder weniger 17 Cover-Versionen ins Haus.

Der Opener beschert uns gleich mal den Intro-Track DER Serie der letzten Jahre - Game Of Thrones! So viel wurde hier im Vergleich zum Original gar nicht verändert, denn "epic" war eben auch schon die Ursprungsversion. Klingt insgesamt wie eine abgespeckte Version mit ein paar Gitarren integriert, nichts Spannendes. "The World's Greatest" von einem der Schmusesänger schlechthin, R. Kelly, ist leider auch eher ein trauriger Versuch, einen Welthit in Power Metal zu hüllen. Es tut mir leid, Herr Kaasgaard, aber ihr Gesang versagt bei dieser Aufgabe vollends. Gefühlt fünf Tonlagen zu hoch und schräg, dass sich die Balken biegen. Mutig, das Ganze in Uptempo zu basteln, aber nein, es erreicht mich nichts. Nehmen wir eine der Schnulzen, die mir im Original tatsächlich gut gefällt, da mir der Sänger schlichtweg zusagt: Bryan Adams' "Everything I Do, I Do It For You". Ich kann gar nicht zu viel sagen, aber am Ende steht und fällt jeder der Songs mit dem Gesang. Wo das Ganze beim Debüt noch halbwegs stimmig war, driftet der Herr immer mehr in Gefilde ab, die seiner Stimme und darauf folgend den Ohren des Hörers nicht gut tun. Das ist einfach nichts, auch wenn die Instrumentierung ganz brauchbar ist (abgesehen von der eher dünnen Produktion).

Der einzige Song, der tatsächlich vollends funktioniert, ist "The Lion Sleeps Tonight". Beschränkt sich der Mann hinter dem Mikro auf sanfte Kopfstimme, trifft er durchaus die Töne und so scheint ihm dieser Song wie auf den Leib geschneidert, der übrigens auch in Sachen Rhythmus beim Original bleibt. Ich zweifle nicht an, dass er eine Singstimme hat, die an manchen Stellen auch mal was kann, doch dieser ausufernde Gesang, der fast wie rausbrüllen klingt, umschmeichelt sein Organ nicht. So bleibt es mit "CineRock" beim Versuch, ein interessantes Konzept zu schaffen, das Spaß bereitet. Zu oft steht diesem Konzept der überdrehte Gesang im Weg, und so gibt es leider kaum lobende Worte von mir. Die solide Instrumentierung rettet hier wenig und der kleine Lichtblick mit "The Lion Sleeps Tonight" ebensowenig. Ich fürchte, dass es nicht allzu rosig bestellt ist um die Zukunft der Helden für die Welt...



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Sonata (07.02.2018)

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