EMPIRESFALL - A Piece To The Blind

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VÖ: 16.02.2018
Bandinfo: EMPIRESFALL
Genre: Thrash Metal
Label: Iron Shield Records
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Lineup  |  Trackliste

Wir schrieben Juni 2016. Ich war auf dem Weg nach Hamburg ins legendäre "Bambi Galore". Da fand seinerzeit das "Thrash Overdose Festival" eben mit den Männern von EMPIRESFALL statt. Normalerweise steht man bei unbekannten Bands irgendwo an der Theke und genießt das Bier, nicht aber bei diesem Quartett aus der Hansestadt. Nach dem Event organisierte man sich eine CD und genoß die recht unbekannte Band.

Jetzt, rund 18 Monate später, erscheint A Piece To The Blind, ein knackig-thrashiges Album. Zugegeben, mit rund 30 Minuten recht kurz geraten, aber wenn man viel Energie in die Songs steckt ist das auch okay - da sieht man drüber hinweg.

"The Descendant" ist eigentlich ein recht "sanftes" Intro, könnte von jeder Band sein. Das ist noch nicht der Kracher. Spätestens bei "Betrayers" sollte bei jedem, der auch nur ansatzweise handgemachte Musik mag, das Bein mitwippen (oder die Finger, oder direkt die Nackenmuskulatur). Das macht schon echt Spaß auf mehr. Wer bei EMPIRESFALL aber denkt, dass da einer wild rumschreit, hat sich geirrt. Shouter Franky ist klar zu verstehen. Eine etwas kratzige Stimme macht hier aber echt viel aus. Hebt sich ein wenig ab vom restlichen was man so hört. "In Decay" ist wieder ein Song, der so ganz meinen Vorstellungen entspricht. Es startet mit ein wenig Gezische der Becken, ein Fiepen der Saiteninstrumente und dann legt Drummer Nico herrlich los. Nicht zu schnell, nicht zu soft - quasi so, dass sich die Meute vor der Bühne fleißig bewegen kann. Mir ist es immer wichtig, dass eine Band solche Musik auch live darbieten kann - EMPIRESFALL haben es mir 2016 bewiesen und werden es sicherlich auch mit den neuen Songs können.

"Blood From The Sky" ist in meinen Augen ein Song, der einen Gig herrlich eröffnen kann. Wieder Gezupfe an den Saiten und dann eine herrliche Drum im Takt Bass, Hi-Hat, Snare, Bass, Hi-Hat, Snare ... Ihr wißt was ich meine? [Nö. Anm.d.Korr.] Ich hebe gerade ab und schaue zeitgleich, während ich hier tippe, wo die Jungs live zu bestaunen sind. Die muss ich wiedersehen! Dieser langsame Part im Song, wo Nico auf das große Becken kloppt, gepaart mit der Fußmaschine und der Snare, darauf folgt Dennis am Bass - und man hört ihn mal ganz alleine. Geile Sache! Die restlichen Songs lausche ich wie im Rausch - feinste Töne des Thrash Metal. Herrlich, leicht rauchig produziert von Jörg Uken im Soundlodge Studio. Jörg wer? Ja, der Vollblutmusiker, der Drummer bei RUMBLE MILITIA war, bei NIGHTFALL an der Schießbude sitzt und zudem für DEW-SCENTED, GOD DETHRONED und SINISTER Keyboards auf diversen Alben eingespielt hat.

Ein absoluter Anspieltipp ist für mich "Enemy Of Mine". Snare, Bass, Hi-Hat, Crash.....mosh! Ihr wißt schon...

Hier für euch noch ein alter Song zum anchecken:



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Jörn Janssen (16.02.2018)

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