VOODOO CIRCLE - Raised on rock

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VÖ: 09.02.2018
Bandinfo: VOODOO CIRCLE
Genre: Power Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

Gut zwei Jahre nach "Whisky Fingers" wirft Alex Beyrodt mit seiner Band VOODOO CIRCLE den Nachfolger "Raised On Rock" auf den Markt. Änderungen gibt es im Lineup: Herbie Langhans kam als neuer Sänger ins Boot und seine Stimme erweist sich recht passend für den typischen VOODOO CIRCLE Stil. An den Keyboards hilft diesmal Corvin Bahn aus. 

Trotz der beiden Neuzugänge ist musikalisch alles beim Alten geblieben - und damit hat man gleich seine Freude oder sein Leid. Weil beim Durchhören wird klar, dass sich nichts geändert hat. Musikalisch sind sie 1A, die Jungs verstehen ihr Handwerk und liefern soliden Rock mit bluesigem Einschlag. Ganz im Stile der 90er hört man viel WHITESNAKE heraus und mit den Orgelklängen wird man oft an DEEP PURPLE erinnert. Und genau das ist auch das Manko an dieser Scheibe. Es klingt sehr stark nach Kopie. Teilweise so stark, dass man bei manchen Songs fast 1:1 die gleichen Melodien und teilweise auch Textteile hat. Natürlich kann man sagen: "warum ändern, was altbewährt ist". Klar, aber andererseits wäre ein wenig mehr Eigenständigkeit auch nicht schlecht. Da kann die Scheibe noch so gut gemacht sein, man hört nur hie und da ein wenig Neues. Dazu bei fast jedem Song ein ähnlicher Einstieg, der der Unterscheidbarkeit auch nicht dienlich ist.

Trotzdem (oder gerade deswegen) werden Songs wie "Higher Love", "Ultimate Sin" oder "Where Is The World We Love" (letzteres sehr ähnlich mit "Is this Love") mit ihrem bluesigen Stil, den umfangreichen Keyboard-Klängen und den leicht rauchigen Vocals schon ihre Liebhaber finden, da sie sehr melodisch sind und richtige Ohrwurmqualitäten haben. Wer aber Eigenständigkeit bevorzugt, der muss wohl aufs nächste Album warten.

Anspielstipps bzw. persönliche Favoriten: "Walk On The Line" (was für Mädels älteren Semesters) und "Dreamchaser" mit der lässigen Orgel.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (06.03.2018)

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