NOIJA - Colorblind

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VÖ: 08.10.2017
Bandinfo: NOIJA
Genre: Alternative Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

NOIJA aus Schweden haben mit „Colorblind“ ihr Debutalbum veröffentlicht – und auch wenn Metalcore drauf steht, kann man das hören wenn man kein großer Fan des Genres ist – Diehard-Fans werden mit NOIJA sowieso eher nicht glücklich.

Mit „Unknown“ und „Find The Sound“ überraschen mich NOIJA gleich mal positiv, ihr Sound bewegt sich irgendwo zwischen LINKIN PARK,  I, THE DREAMER, OCEAN SLEEPER und in Strecken erinnern sie mich an BRAND NEW. Von den Lyrics her teilweise hart an der Grenze zum Kitsch, setzen NOIJA Screams eher punktuell ein um gewisse Parts zu verstärken – ansonsten sind sie auch für Leute verträglich, die keinen Metalcore abkönnen.

„Can’t Slow Down“ ist ein gutes Beispiel für die Schattenseite der Musik: von der instrumentalen und auch der gesanglichen Komposition her kriegt das Ganze einen irgendwie repetitiven Charakter. In „A Touch From The Sun“ und „Follow“ experimentieren NOIJA mit dem Sound – sie klingen nicht schlecht, nach Alleinstellungsmerkmalen suche ich jedoch bisher vergeblich.

Bei „Just Hold Your Breath“ lohnt es sich auf den Text zu hören – NOIJA verarbeiten allgemein in ihren Texten mehr als nur einmal Gefühle, die wohl jeder Hörer auch selbst kennt, ohne dabei besonders pathetisch zu werden. „Hold Your Heart“ schlägt in die gleiche, leicht traurige Kerbe wie „Just Hold Your Breath“ – und bei diesem Track habe ich das erste Mal das Gefühl von „DAS ist NOIJA“. Nicht weil der Song besonders musikalisch herausragend oder einzigartig ist, aber ich denke, wenn man einmal weiß, dass NOIJA dieses Stück geschrieben haben, wird man es sich merken und den Sound damit verbinden.

„Here At Last“ fängt unglaublich nervig an, wenn man der Versuchung widerstehen kann nach den ersten Sekunden den Song schon zu skippen, wird man aber versöhnt – es wird dann noch ganz okay. Nick hat eine sehr angenehme Stimmfarbe, vor allem in den Tiefen. „Wallflower“ ist ein eingängiger Song, allerdings schon sehr poppig – keine besondere Überraschung auf diesem Album, aber doch noch mal eine Steigerung in diese Richtung.

„Pictures“ ist eine richtige Kitschnummer, „Wanderer“ entschärft das ein wenig, aber nicht viel. Ein stimmiger Abschluss zu diesem sehr soften, gefühlsbetonten Album.  



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Lee (08.03.2018)

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