REVENGE - Spitting Fire

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VÖ: 26.01.2018
Bandinfo: REVENGE
Genre: Speed Metal
Label: Iron Shield Records
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Lineup  |  Trackliste

Der Süden Amerikas hat in den letzten 40 Jahren die Metal-Fan-Gemeinde mit böser Musik unterhalten. Sei es SEPULTURA aus den 80er Jahren, oder sei es NERVOSA die momentan weltweit auf Tournee sind. Ein Gefühl für Aggressivität und Schnelligkeit haben die meisten südamerikanischen Bands der härteren Szene gemeinsam. Das kolumbianische Quartett REVENGE will ebenfalls mitmischen. Eine Erzählung über Drachen und gefallenen Engel geschmückt mit sägenden Gitarrenriffs, hektischen Trommelschlägen und hämmernden Bass. REVENGE hat bereits sechs Alben in den letzten 15 Jahren herausgebracht. Die Band ließ sich drei Jahre Zeit für „Spitting Fire“ um ein gutes Album zu produzieren, welches die Fans wiedermal vom Hocker hauen soll.

Johnny Herrera alias Hell Avenger (Drums) entführt die Zuhörer zu einem Höllenritt durch jene Schlachtfelder, wo übernatürliche Geschöpfe gegen Monster kämpfen. Die Präzision die Hell Avenger beim Spielen des Schlagzeugs verwendet ist gnadenlos mitreißend. Neben klassischem Off-Beat gibt es auch interessante Kombinationen anderer Spielarten die sich in den Liedern wunderbar einfügen. Besonders gut abgemischt sind die Double Bass-Stellen die bei „THY AXES SCREAM“ oder „Spitting Fire“ am besten zur Geltung kommen.

Der Gesang von Esteban Mejía alias Hellfire (Vocals, Guitar) lässt ein wenig zu wünschen übrig. Wie man bei den Liedern hören kann, REVENGEs Stärke liegt im Instrumentalen. Hellfires Stimme ist bei der Produktion von „Spitting Fire“ in den Hintergrund gerückt. Der Gesang klingt generell zu leise und zu monoton. Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich so auf die Drums und die Gitarren. Dennoch passt die Art des Gesangs zu der Nummer „THY AXES SCREAM“ ziemlich gut. Man erkennt gesangliche Parallelen zu dem Sänger Thomas Gabriel Fischer, welcher mit seiner Band CELTIC FROST bekannt wurde. Es verleiht dem Lied eine gute Portion Boshaftigkeit. Die Gitarrenriffs sind eine solide Arbeit im Subgenre Speed Metal. Hämmernde 16tel-Noten, schnelle, in die Länge gezogene Solos im Pentatonik-Stil und kurzzeitige Midtempo-Neckbreaker-Passagen. Alles was ein Speedjunkie-Herz begehrt.

Das kolumbianische Quartett spielt wie eine Speed Metal-Band, die Thematik aber findet man eher im Power Metal. Die Äxte, die gefallenen Engel und gefährliche Drachen, sie sind verwickelt in wilden Kämpfen. Damit zeigt REVENGE, dass sie mit dem Vorreiter, Power Metal, noch eng verwurzelt sind. Im Großem und Ganzen bin ich begeistert von der instrumentalen Leistung, trotz dem Gesang, der im gesamten Klang verloren geht.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (19.03.2018)

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