COLLAPSED MINDS - Dead End Theory

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VÖ: 05.11.2017
Bandinfo: COLLAPSED MINDS
Genre: Melodic Death Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Dem Melodic Death Metal sind COLLAPSED MINDS aus Passau, Bayern, zuzuordnen. Seit knapp zehn Jahren existiert die Formation und kombiniert seither groovige Parts und Aggressivität mit Melodie im Stile von IN FLAMES. Nach einem Demo und zwei EPs liegt mit "Dead End Theory" nun das Debüt Album des Quintetts vor.

COLLAPSED MINDS klingen, als hätten sie nie etwas anderes gemacht, als Melo Death zu zocken und machen damit den Eindruck, als würden sie eigentlich den nördlichen Gefilden Europas und somit der Experten-Region dieses Genres entstammen. Von Anfang an ist auf "Dead End Theory" Vollgas angesagt. Die zu Beginn schreiend angekündigte "Silent Revolution" kommt da weit lauter daher, als man zunächst meinen möchte. Anstatt sich ruhigen Tönen hinzugeben, will man mehr von den fünf Passauern hören und den Lautstärkeregler entsprechend höher drehen. COLLAPSED MINDS ziehen auf ihrem Debüt alles aus der Trickkiste, was guten Melodic Death Metal ausmacht: Breaks und tiefe Gitarren dürfen hier genausowenig fehlen, wie die von Frontmann Philipp Danner gekonnt gesetzten Vocals und das unabkömmliche Double Bass-Gewitter. Neben den stiltypischen Elementen finden sich auf dem in Eigenproduktion entstandenen Album aber auch noch Ausflüge in andere Genres. "Hypnophobia" etwa bewegt sich schon in weit thrashigere Gefilde und besticht durch ein zusätzliches Maß an Härte und Brachialität. In "Messiah 4.0" und "Infinite Maze" finden sich sogar Synthesizer wieder, die für weitere Abwechslung sorgen. Beendet wird das Album mit "Down The Sea" genauso, wie es begonnen hat: Lautstark und mit richtig gutem Melodic Death Metal.

Fazit: "Gut Ding braucht Weile" bewahrheitet sich auch beim Debüt-Longplayer von COLLAPSED MINDS. Die fünf Bayern präsentieren hier einen ausgereiften Erstling, der durch viel Brachialität und ein gesundes Maß an Abwechslung besticht.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Angelika Oberhofer (20.03.2018)

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