DEATH ALLEY - Superbia

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VÖ: 23.03.2018
Bandinfo: DEATH ALLEY
Genre: Psychedelic Rock
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste

DEATH ALLEY gehören zur zweiten Reihe des derzeit boomenden Psychedelic- bzw. Stoner Rock-Revivals im Fahrwasser von Gruppen wie KADAVAR. Die deutschen Vorbilder hat die holländische Gruppe bereits auf Tour ausgezeichnet supportet und sich mit ekstatischen Jams einen Ruf als großartiger Liveact erarbeitet. Mit „Superbia“ schickt die Gruppe den Nachfolger ihres Debüts „Black Magick Boogieland“ an den Start.

DEATH ALLEY sehen sich nicht als unveränderliche Einheit, sondern definieren sich laut eigener Aussage als Konglomerat verschiedener Charaktere, die sich musikalisch Ausdrücken. Demnach führen jede persönliche Weiterentwicklung der Musiker aber auch alle Besetzungswechsel zu erwünschten musikalischen Veränderungen. Neu im Boot ist diesmal Bassist Sander Bus. „Superbia“ beginnt mit „Daemon“, einem neunminütigen Stück, das mit ausgedehnten Instrumentalpassagen die bereits bekannten Stärken von DEATH ALLEY betont. Gleichzeitig wird allerdings auch die große Schwäche des Zweitwerks früh offenbart. Obwohl die Musiker technisch brillant agieren und angesichts ihrer mitreisenden Performance unbändige Lust auf einen Auftritt der Gruppe wecken, bleiben die einzelnen Stücke einfach nicht hängen. Kompositorisch detailliert und ausgefeilt fehlen die wiedererkennbare Strukturen sowie Ecken und Kanten, um die akustische Opulenz in geordneten Strukturen für den Hörer zugänglicher gestalten. So regiert zu oft Austauschbarkeit und Beliebigkeit, die Songs haben zu wenig Wiedererkennungswert. Knaller wie das raue „Headlights In The Dark“ beweisen, dass die Gruppe auch ganz anders vermag und basierend auf einem simplen Bassriff einen packenden fast siebenminütigen Rocksong komponieren kann.

Man muss DEATH ALLEY’s Zweitling als Gesellenstück am Weg zur Weltspitze einordnen. Obwohl am Ende trotz hochwertiger Komponenten noch nicht das große Meisterwerk steht, liefert die Gruppe unter dem Strich mehr als eine simple Talentprobe.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Michael Walzl (23.03.2018)

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