MELTED SPACE - Darkening Light

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VÖ: 23.03.2018
Bandinfo: MELTED SPACE
Genre: Opera Metal
Label: Sensory Records
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Lineup  |  Trackliste

Opera Metal Güteklasse 1a. Was MELTED SPACE 2015 auf „The Great Lie“ vorgelegt haben, war echt toll. Auch das aktuelle Werk „Darkening Light“ hat es wieder in sich und wird Fans des nicht alltäglichen Genres Oper&Metal begeistern.

Die Geschichte, die sich diesmal durch das Album zieht, ist die Romulus und Remus Legende. Die Interpreten wiederspiegeln die Elemente an sich – es gibt Luft, Erde, Wasser, Feuer -, aber auch Lebensumstände wie Tod und Lüge und ieallgegenwärtige und alles beeinflussende Zeit. Als Sängerinnen und Sänger konnte Komponist Pierre Le Pape eine große Anzahl an bekannten Namen aus der Metal, klassischen bzw. sogar Jazz-Musik Szene für sein Werk begeistern. Wir hören zum Beispiel Jeff Scott Soto bei "The Dawn Of Man (I'm Alive!)" als „Man“. Clémentine Delauney (VISIONS OF ATLANTIS, EXIT EDEN) ist Harmony, und Mikael Stanne (DARK TRANQUILLITY) ist die Lüge/Lie. Das klassische Orchester ist wiederum die Prager Philharmonie.

Genauso vielfältig wie die Sänger und Musiker ist natürlich das Songwriting. Aufgrund der zahlreichen Einflüsse driften die einzelnen Nummern mal in die eine (mehr Metal), dann wieder in die andere (mehr Symphonie) Richtung. Es gibt jedoch keinen Song, wo man sagen könnte, es zieht sich ein Stil durch. Vielmehr ist es immer eine Vielfalt an Möglichkeiten, die Pierre heranzieht, um seine gewaltigen Stücke entstehen und leben zu lassen. Die Stimmungen, die er erzeugt, sind mal erzählerisch, dann wild-rockig, nachdenklich, traurig oder frohlockend. Auf jeden Fall aber immer sehr emotionell.

Quer durch das Album überzeugen rhythmische Klänge sowie die vielfältigen Melodien. Da rockt mal die Orgel und es gibt hervorragende Gitarrensoli („Newborns“), die jedes Metal-Herz höher schlagen lassen. Oder es gibt speedig schnelle Drums („From The Beginning To The End“) und harte, knackige Metal-Klänge („The Dawn Of Man“, „Trust In Me“), die im nächsten Moment durch den Einsatz des Orchesters und die Vocals in eine völlig andere Richtung gelenkt werden.

Die Gesangspartituren liefern eine Bandbreite von Operndiva über normalen Gesang (kommt von beiderlei Geschlecht) bis hin zu gesprochenen Parts (Erzähler bei „The Meaning Of This Place“) und Growling („From The Beginning To The End“). Nicht zu vergessen die zahlreichen Chöre und Backing Vocals, die mal weich sind und abrunden, dann wieder schweben oder mit Kraft unterstützen und das Besondere eines Songs herausheben. Immer wieder auch das Wechselspiel von Mann und Frau – hart und zart in schön abwechselnder Harmonie.

Anspieltipps für alle, die sich in diese Art von Musik reinhören wollen: „Newborns“, „Man And Future“

„Darkening Light“ ist keine leichte Kost, sondern anspruchsvolle Musik für offene Geister. Diese werden aber mit dem Album auf jeden Fall ihre Freude haben.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (28.03.2018)

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