WALK IN DARKNESS - Welcome To The New World

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VÖ: 17.02.2018
Bandinfo: WALK IN DARKNESS
Genre: Gothic Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Exakt ein Jahr nach ihrem Debütalbum „In the Shadows Of Things“ meldet sich die Band WALK IN DARKNESS inklusive ihrer Sängerin Nicoletta Rosellini mit melodramatischen Lyrics und besonderer Musik zurück. Das zweite Album „Welcome To The New World“ ist der perfekte Wiedereinstieg in die Kategorie "Gothic vs. Metal". Ein männlicher Gast - Emiliano Pasquinelli von TUCHULCHA - unterstützt mit seinem Zwischengesang zwei Songs auf dem Album. Das lässt sich etwa bei „Crossing The Final Gate“ wiederfinden. Das Pizzicato-Muster am Beginn lässt den Hörer in die Thematik des Albums eintauchen. Durch das Einsetzen der anderen Instrumente gewinnt das Stück an Kraft und Ausdruck. Nicht nur bei diesem Track, sondern auch bei weiteren Liedern, besitzt Nicoletta scheinbar zwei Seelen, die durch ihre Person verkörpert werden: Eine davon ist die liebliche, ruhige Seite; die andere der totale Kontrast dazu – aggressiv, lasziv und fordernd.

Zusätzliche instrumentale Hilfe an der Violine bekommt die Band von Gabriele Boschi von WINTERAGE, sie verstärkt den Song „Sailing Far Away“. Eine beinahe beruhigende Wirkung etabliert das Streichinstrument auf den Zuhörer. Markant ist hier auch die Oberstimme der Sängerin, welche zeigt, dass sie die Mehrstimmigkeit perfekt beherrscht. Der Höhepunkt des Songs wird durch die Gitarre noch verstärkt. Das Lied erweckt tatsächlich die Vorstellung eines Reisenden, dessen Reise nicht nur am Festland stattfindet. Und wie es Reisen so an sich haben, herrscht nicht immer gutes Wetter, was direkt zur nächsten Nummer – gleichnamig dem Album -  „Welcome To The New World“ überleitet. Die Drums symbolisieren hier Donner und Blitz, der Sound wirkt sehr natürlich, das Zupfmuster imitiert den Niederschlag. So klanglich real wie der Song beginnt, so real endet er auch wieder. Sehr naturgetreu und hörenswert!

Sprachliche Einwürfe bereichern den Track „Rome“. Hier spiegeln sich auch wieder Rosellinis zwei Seelen wieder – die weiße, reine, und die tiefschwarze. „I`m The Loneliness“ wirkt bedrückt und verschlingt den Hörer in diese Emotion hinein. Emiliano bringt auch hier wieder seine Stimme ein. Die Bridge stellt eine Art Hoffnungsschimmer dar – sie ist sehr gefühlvoll und ruhig, fast schon positiv besetzt. Ein angenehmes Tempo prägt den verträumten Beginn von „Persephone`s Dance“, der Refrain ist gesanglich aggressiv und dominant. Der Titel „Flame On Flame“ würde sich als Ballade anbieten, dieses Lied weist jedoch typische Metal-Elemente auf, wie zum Beispiel einen „harten“ musikalischen Beginn.

Mit „A Way To The Stars“ wird dann gegen Ende des Albums doch noch der emotionale Aspekt abgedeckt, und der Song bietet musikalisch einige Höhepunkte. Der gezupfte Einstieg lässt das weitere instrumentale Muster des Liedes erschließen. Nicoletta Rosellini hat eine wunderschöne Stimme, die sie auch gekonnt einsetzt. Am meisten imponierten mir ihre gesanglichen Kontraste. Die Lyrics fand ich sehr episch und sie erinnerten mich an die Epoche des Mittelalters: Das Thema des Reisenden wird wie ein roter Faden während des Albums widergespiegelt. Da das Gesamtwerk sehr melodramatisch aufgebaut ist, empfiehlt sich das Anhören - nach persönlicher Erfahrung - nur unter guter Laune!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Corona (27.03.2018)

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