JADED HEART - Devils Gift

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VÖ: 30.03.2018
Bandinfo: Jaded Heart
Genre: Hard Rock
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

Psychologisch betrachtet gehören Clowns zu den Urängsten der Menschen [Anm. d. Lekt.: *grusel*] und da mag die Frage berechtigt sein, ob JADED HEART mit dem Artwork ihres neuen Werks "Devils Gift" womöglich potenzielle Käufer abschrecken? Wohl kaum, denn stilistisch ist das Artwork erneut sehr einprägsam und indivivuell gestaltet, Clown hin oder her. Die Besetzung wird nicht müde, alle zwei Jahre in einem festen Rhythmus neue Longplayer raus zu hauen und so war es fast schon Pflichtprogramm, 2018 mit neuem Material zu rechnen!

Musikalisch gibt es tatsächlich nicht viel Neues zu entdecken, was zu Beginn des Reviews keineswegs ein schlechtes Bild auf die Platte werfen soll. Konstanz heißt das Stichwort! "Guilty By Design" vermochte es, mich durchaus abzuholen, nachdem "Fight The System" als auch "Common Destiny" eher mittelmäßig daher kamen. Das neue Werk liefert mit "Wasteland" einen bockstarken Opener, der mit treibenden Strophen unscheinbar wirkt, dafür aber einen umso ohrwurmtauglicheren Chorus inne hat! Eine schöne Mitgrölnummer, die ihr Livepotenzial quasi sofort mitbringt! "The Enemy" bewegt sich in ähnlichen Kreisen und macht da weiter, wo der Opener aufgehört hat. Ein solider energisch vorgetragener Song, der sehr hardrocklastig daher kommt. "Set Free" hingegen ist eine überraschende Nummer, die mit Double Bass und einer ordentlichen Portion Geschwindigkeit ausgestattet wurde. Ein fast powermetallischer Einfluss, der hier Einzug erhält. Die Strophen bewegen sich in typischer JADED HEART Manier, wohingegen Bridge und Chorus tatsächlich sehr hymnisch wirken und die Band von einer anderen, interessanten Seite präsentieren. "Scream In Anger" ist ein Song wie er klassischer nicht sein könnte für Verhältnisse der Deutsch-Schweden, während "Tears Of Our World" leider etwas zäh wirkt in seiner midtempolastigen Struktur ohne größere Highlights und Tempowechsel. Ein Song, der eher so vor sich hinplätschert. Leider mischen sich in der Mitte bzw. gegen Ende auch Songs dazwischen, die diesen Gang ebenfalls antreten. Sowohl "Phoenix" als auch "Story Of My Life" wirken etwas zu belanglos, erzeugen schlichtweg keinen Spannungsbogen. Anders als das grandiose "One World", das mit einem extrem melodischem Refrain ausgestattet wurde, der simpel, aber umso effektiver daher kommt. Mit "Conspiracy Of Science" und "Final Moment" schließt die Platte aber eher mäßig ab, hinterlässt hier keinen bleibenden Eindruck.

So bleibt "Devils Gift" neben netten Ansätzen leider doch etwas hinter den Erwartungen zurück. Hier und da ein paar knackige und starke Nummern, doch als Gesamtpaket zu schwach auf der Brust. Das JADED HEART sich musikalisch treu bleiben, ist kein Problem, doch dann muss die Qualität der einzelnen Songs einfach stimmen. Das ist hier nur teilweise gegeben und so bleibe ich etwas unbefriedigt zurück. 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Sonata (31.03.2018)

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