NECRODEATH - The Age Of Dead Christ

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VÖ: 30.03.2018
Bandinfo: NECRODEATH
Genre: Black Metal
Label: Terror From Hell
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Lineup  |  Trackliste

Nach 4-jähriger Abstinenz meldeten sich NECRODEATH mit brutaler Härte zurück.  „The Age of Dead Christ“ heißt ihre neue Scheibe und sie lässt die Fans der alten Metalschule aus ihren Särgen erwachen. Peso (Drums) hat zu ihrem Album ein treffendes Statement abgegeben:
„Back to our black origins with thrashing brutality! The Age Of Dead Christ is a violent , loud punch in your Blood thirsty mouth! Beware! Necrodeath are back to kick your asses and tear your bloody guts off!“ [Peso, Drummer von NECRODEATH, Terror From Hell Records, 2018]. Sie waren eine der ersten bekannten extremen Metalbands aus Italien. Die Einflüsse von BATHORY, SLAYER, CELTIC FROST und VENOM sind in NECRODEATHs Musik deutlich zu spüren. Als Verehrer der alten Metalkünste konnte ich mir diese Scheibe des Bösen nicht entgehen lassen.

Bezüglich „The Age of Dead Christ“ hat Peso (Drums) nicht zu viel versprochen. Eine brutale Mischung aus Thrash und Black, in traditioneller Manier. NECRODEATH haben sich auf ihre Wurzeln besonnen, indem sie krachende Drums mit höllischen Riffs in einer wahnwitzigen Geschwindigkeit spielten. Zwischen den herumwütenden Thrash-Parts lassen die in düsterer Stimmung gespielten Passagen das Blut der Zuhörer in den Adern gefrieren.

Pier (Guitars) bedient sich in Songs wie „The Revenge of The Witches“ an hallendem Gitarrensound ohne Verzerrung. Der unheilvolle Klang der Gitarre verbreitet einen kalten Hauch des Todes, der sich überall verbreitet. Wenn die Kälte den Zuhörer vollkommen verschlungen hat, reißt sie einen in einer ungeheuren Geschwindigkeit zu Boden.

Flegias (Vocals) weißt genau wie er mit seiner Stimme umgehen muss, um dem Hörer eine Gänsehaut zu verpassen. Ab der ersten Sekunde des Openers „The Whore of Salem“ schreit er sich die Seele aus dem Leib und beendet den Aufschrei mit einem angehauchten Growl. Die verschiedenen Gesangstechniken die er im Album benutzt sind im Gleichgewicht, das für Abwechslung sorgt.

So sehr ich auch das hastige Schlagen der Drums im Thrash Metal verehre, ist das Getrommel im langsameren Tempo ebenso mitreißend. Ein simpler Beat gibt in „The Triumph Of Pain“ den Rhythmus vor, die Nummer verliert aber durch den etwas gemächlichen Drumbeat keinerlei Intensität.

Zum Schluss ergreift der Black-Einfluss die Oberhand und sorgt für surreale Atmosphäre. Zwei Gitarren mit starkem Hall, die in Kontrast zu einander stehen. Über eine cleane Gitarrenmelodie spielt Pier (Guitars) ein verzerrtes Solo, das von langanhaltenden Noten bis zu schnellen Gitarrenläufen der komplexen Art reicht. Sowohl Flegias (Vocals , als auch Frauenstimmen sind bei dieser Aufnahme zu vernehmen. Der Gesang klingt wie ein Gebet an den Toten Christus selbst.

NECRODEATH hat sich mal wieder von Schauergeschichten von verschiedenen Autoren und Satanisten inspirieren lassen. Ihre Texte entspringen einerseits den Erzählungen der Hexenprozesse der US-amerikanischen Stadt Salem, andererseits dem Universum des berühmten Autors H.P. Lovecraft („The Crypt of Nyarlathotep“) und der Satanischen Bibel von Anton LaVey („The Order of Baphomet“). Die verschiedenen Songtexte haben keinen besonderen Bezug zueinander, „The Age of The Dead Christ“ reizt jedoch mit seinem musikalischen Klang des brutalen Bösen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (06.04.2018)

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