CADAVER PUTREFACTO - La Maldicion del Zombi Errante

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VÖ: 06.04.2018
Bandinfo: CADAVER PUTREFACTO
Genre: Death Metal
Label: Brutal Arts Records
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Lineup  |  Trackliste

Wer denkt, dass guter alter Death Metal ausgestorben sei, dem wird mit „La Maldicion del Zombi Errante“ das Gegenteil bewiesen. Tote können nicht sterben. Genauso wenig wie Old School Death Metal. Das argentinische Trio lässt das verrottete Fleisch mit Klängen aus der Verdammnis auferstehen und bringt es in Bewegung.  
Wenn es um Komplexität und Geschwindigkeit geht, machen heutzutage Musiker der härteren Art ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bevorzugt sind E-Gitarren und Schlagzeug. Meistens steht der Bass außenvor oder alleine im Mittelpunkt. Juan gelingt es auf seine bescheidene Art seinem Instrument Gehör zu verschaffen ohne aufdringlich zu wirken. „Escatologia Obsession“ ist das markante Beispiel für einen gelungenen Einsatz des Basses im Zusammenspiel mit der Band. Pure stellt eine Harmonie zwischen zwei Instrumenten (Gitarre, Bass) her, die sich in einem brutalen Klangbild aus Disharmonie kleidet.  
Pablo Giangreco (Drums) legt es auch nicht darauf an, sich in den Vordergrund zu stellen. Er bedient sich nicht nur an einem Einsatz schneller Doublebass, sondern der Argentinier lässt es auch mal ruhig angehen. Im Lied „Cadaver Putrefacto“ hält Pablo sich bedeckt und lässt den Gesang und die Gitarrenläufe auf die Zuhörer wirken, bevor er mit dem tödlichen Lauffeuer seiner Basstrommel das Genick der Headbanger foltert.
Mehr und mehr Musiker besinnen sich wieder auf ihre Wurzeln und versuchen sozusagen traditionelle Werte mit innovativem Denken zu kombinieren. Das argentinische Trio hat diesen Spagat gewagt und meiner Meinung nach sich gut geschlagen. Viel ist von der Band noch nicht bekannt. Seit CADAVER PUTREFACTOs 18-jährigem Bestehen ist bis jetzt nur ein Album erschienen. Aber man darf gespannt sein wie ihre Musikkarriere weiterhin verläuft. Bis wir was Neues von CADAVER PUTREFACTO hören dürfen, können sich Deathmetaler mit den Songtexten über Sexismus, totes Fleisch und Schmerzen vergnügen.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (21.04.2018)

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