NOAH SCOTIA - Bad Design

Artikel-Bild
VÖ: 26.05.2017
Bandinfo: Noah Scotia
Genre: Alternative Rock
Label: Austromechana
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Eine Indieband, welche plötzlich ein rockiges Album veröffentlicht...klingt interessant und durchaus hörenswert! Ob die Musiker von NOAH SCOTIA selbst darüber überrascht waren? 

 

Nach ihrem ersten Album „Halifax“ aus dem Jahr 2014 kam jetzt die neue Platte „Bad Design“ heraus. Gleich beim ersten Reinhören erinnerte mich die Stimme des Frontmans Martin Sebesta teilweise an THE KILLERS. Die Melodien weisen rockige Elemente auf. Bei „Togetherless“ gibt es dann am Ende auch noch einen kleinen instrumentalen Hauch von NIRVANA. Generell warten auf den Hörer bombige Einstiege, welche gleich ein Statement der Band vermitteln – die Mitglieder von NOAH SCOTIA sind keine Beginner mehr und haben sich den Platz in der Musikbrange wirklich verdient. Die markante Stimme von Martin ist unverwechelbar und in jedem Lied wiedererkennbar. In jedem Lied gibt es großartige und kreative Gitarrensolos. Ebenfalls sehr originell finde ich, dass sich die Band auch Percussioninstrumente bedient, wie z.B. eine Cowbell. Cool! Das haucht jedem Song Abwechslung ein und macht ihn zu einem besonderen Hörerlebnis. Einige Songs weisen Ähnlichkeit auf, wie die Tracks „Bad Design“, „Heavy Affection“ und „Togetherless“. Außergewöhnlich gestaltet ist der Titelsong. Dieser startet mit einem fast orientialisch klingenden Muster, welches immer wiederkehrt und einen eingängigen Refrain besitzt. Das musikalische Gesamtwerk ist in einem angenehmen Tempo gehalten, welches zum Mitmachen – sei es Klatschen oder Tanzen – einlädt. Balladen lassen sich darauf nicht finden. Wer etwas langsameres sucht, findet in „Blind Man`s Blues“ etwas passendes. Diese Nummer ist eher ruhiger gehalten. Im Vergleich zu den anderen Tracks ist „Blind Man`s Blues“ musikalisch getragener. Erwähnenswert sind auch die Song „Yours“ und „Father“. Im Gegensatz zu den anderen Liedern ist „Yours“ schneller und klingt fröhlich. Der zweite Song ist sehr selbstbestimmt, nicht nur anhand der Lyrics deutlich erkennbar, sondern auch beim Gesang. Ein Schlagwort für den Einstieg ist Respekt. Bei „Shiver“ spielt Martin mit seiner Stimme und kann dies gekonnt umsetzen. Diese Nummer würde ich als persönlichstes Lied der Band auf der gesamten CD einordnen.

 

Äquivalent zum vorherigen Album „Halifax“ (siehe Review) hat sich die Band defintiv weiterentwickelt. Mutig, sich auch mal in anderen Musikgenres zu versuchen! Oft klingt Martins Stimme bearbeitet, was nicht notwendig wäre, da er ein guter Sänger ist, was sich schon auf „Halifax“ zeigte. Meine absoluten Favourites auf dem neuen Album sind „Togetherless“, „Yours“ und „Shiver“.

 

Ich persönlich hätte mir auch andere Liedgattungen auf der Scheibe gewünscht – wenn schon Experimentieren, dann in wirklich jedem Bereich. Trotzdem zeigt NOAH SCOTIA, dass sie immer für eine Überraschung gut sind und sich vielleicht auf dem nächsten Album ihrer Hörerschaft wieder von einer neuen Seite präsentieren. Zuzutrauen wäre es den Jungs auf jeden Fall! Ich freue mich, dass die Band ihren ganz eigenen und individuellen Stil vertritt und wünsche ihnen viel Erfolg bei all ihren weiteren Projekten! 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Corona (01.06.2018)

WERBUNG: Uzziel
ANZEIGE
WERBUNG: Escape Metalcorner
ANZEIGE