ASPHAGOR - The Cleansing

Artikel-Bild
VÖ: 11.05.2018
Bandinfo: ASPHAGOR
Genre: Black Metal
Label: MDD
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Haben ASPHAGOR mit "The Cleansing" ihren Höhepunkt schon erreicht? Lesen Sie selbst!

Sei gegrüßt, Freund des anspruchsvollen und dennoch eingängigen Black Metals. Warum ich weiß, dass du so jemand bist? Tja, du hättest sonst nicht auf dieses Review geklickt. Und dann weißt du ja sicher auch, dass "The Cleansing" bereits ASPHAGORs dritte Scheibe nach "Havoc" und "Anti" ist. Der Tiroler Fünfer startet jedenfalls ohne großes Intro oder unnötige Umschweife mit "The Delphic Throne" in das ca. einstündige Vergnügen. Und ja, du kannst es wahrscheinlich zwischen diesen Zeilen lesen, der Song fängt nicht nur verdammt geil an, er geht auch so weiter. Ein starker Opener, der Lust auf mehr macht. Und die Jungs geben dir mehr: mehr Blasts, mehr Melodien, mehr progressive Spielereien, mehr Black Metal-untypische Gitarrensoli, mehr diabolisches Gekeife und mehr atmosphärische Klangbilder.

Mit "101815" gibt es in der Mitte des Albums auch ein klassisches, kurzes Instrumental-Zwischenspiel mit Spoken Words, was häufig belanglos daherkommt, doch in der Gesamtheit des Albums passt dieses Intermezzo einfach nur wie die Faust aufs Auge dazu. ASPHAGOR haben sich mittlerweile zu einer Black Metal-Band entwickelt, der es gelingt, trotz Verwendung typischer Genre-Elemente abwechslungsreich zu bleiben und gleichzeitig Genre-fremde Passagen – höre dazu das Metalcore-Intro von "Monodia (He My Wall)" – einzubauen, ohne untrue oder lächerlich zu werden. Chapeau!
Beinahe poppig wird es bei "Aurora Nocturna", doch die anfangs ein wenig befremdlich wirkenden Clean-Vocals sind – vor allem gemeinsam mit dem rockigen Gitarrensolo am Schluss – einfach nur klasse. Den Song haben ASPHAGOR wahrscheinlich für die Damenwelt geschrieben, doch kann er sicher auch den einen oder anderen harten Kerl überzeugen…
Veredelt wurde "The Cleansing" vom mittlerweile mehr als bekannten Patrick W. Engel (Temple Of Disharmony Studio), was gleichbedeutend mit höchsten Qualitätsansprüchen ist. Und nein, das ist keine Arschkriecherei, vergleiche einfach die Produktion des auch schon nicht schlechten "Anti" und du wirst mir recht geben.

Captains Fazit:

"The Cleansing" ist ein facettenreiches, saustarkes Black Metal-Album geworden. Die Höchstpunktezahl wird jedoch nicht vergeben, da ASPHAGOR eindrucksvoll erahnen lassen, dass sie es noch besser können. Auch wenn es Jammern auf hohem Niveau ist, ein wenig mehr Innovation ist definitiv möglich. Das ändert jedoch rein gar nichts an der Tatsache, dass Freunde des modernen, melodischen Black Metals bedenkenlos zugreifen können!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Captain Critical (12.05.2018)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrammstein kommen nach Wien
ANZEIGE