GHOST - Prequelle

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VÖ: 01.06.2018
Bandinfo: GHOST
Genre: Rock
Label: Spinefarm Records
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Lineup  |  Trackliste

Oft frage ich mich, wie es Musikern bzw. Künstlern geht, die jahrein, jahraus dasselbe machen (müssen). Die Alben produzieren, die immer irgendwie gleich klingen. Musiker, die sich auf einem Level bewegen, wo ein „Stinker“-Album, die Karriere kosten würde. Besonders im Metal-Bereich hat man es da nicht leicht, weil viele Fans eigentlich keine Veränderung, keine Experimente mögen. Das sind meistens jene Fans, die noch immer die alten VHS-Kassetten von Teresa Orlowski vergöttern, da alles was danach kam für sie Müll ist… Veränderung - ja, aber bitte, BITTE: Alles soll gleich bleiben!

GHOST bzw. Tobias Forge sind, Gott…. äh… Satan sei Dank, meilenweit davon entfernt in diesen Kreislauf zu geraten. Man konnte von Album zu Album beobachten, wie da ein musikalischer Mastermind seine Visionen auslebte. Sei es visueller, sei es theatralischer, sei es musikalischer Natur. Forge hatte scheinbar schon von Beginn an eine Vision, wie GHOST aussehen und klingen sollte. Alles scheint perfekt durchgeplant. Und das ist gut so und passt perfekt zum Mythos GHOST! Forge hat hier ein unvergleichliches Gesamtkunstwerk erschaffen.

Wie klingt „Prequelle“?

Stellt Euch vor Luzifer persönlich würde den Soundtrack zu einem Walt Disney-Film komponieren, dazu einen Schuss ABBA (in diesem Fall würden die Mitglieder aber Asmodeus, Belphegor, Baphomet und Abbadon heissen) für die genialen Melodiebögen und Refrains und dazu die Work-Out Musik von Darth Vader. So klingt das neue GHOST-Album. Auf jeden Fall hört es sich poppiger an als die letzten Werke.

Ich habe mal einen Spruch gelesen, wo ein Metal-Musiker meinte „lieber höre ich ein gutes Pop- als ein beschissenes Metal-Album“. Und recht hat er. Nur ist „Prequelle“ kein gutes Pop-Album geworden, sondern ein grandioses! Und so richtig als Pop kann man diese bunte Mischung auch gar nicht bezeichnen.

Forge und seine Mi(e)tmusiker kreierten ein Album, bei dem man das Gefühl hat „Oida, der scheisst sich überhaupt nichts“. Es klingt spannend, es klingt bombastisch, es klingt erhaben. Die Refrains gehen sofort ins Ohr, Forge hat dieses bestimmte Talent für Musik, die einfach zu Hits werden muss. Ein gottge… Shit schon wieder! ... satansgegebenes Talent, das ich in dieser Form das letzte Mal bei dem Künstler namens PRINCE erleben durfte.

Das Album bringt dich auf eine musikalische Reise, es fordert dich, es entspannt dich, es macht dich fröhlich und traurig zugleich. Es bewegt dich - und das schaffen in der heutigen Zeit nicht mehr so viele Bands.

Zwei Instrumentale versüßen auch noch dieses Meisterwerk, wobei beim ersten eine riesige Überraschung auf den geneigten Hörer wartet (glaubt es mir – ich habe das Album das erste Mal bei uns im Fitnessraum ganz laut gehört und bei diesem Part habe ich wirklich gelacht und gejubelt. Sowas ist mir schon jahrelang nicht mehr passiert).

Ich möchte nicht auf die einzelnen Songs eingehen, am besten ihr entdeckt das Album selber für Euch - und mein Tipp: Hört es euch bewusst und in voller Länge an! Ihr werdet begeistert sein!

Mein Fazit: Nach der letzten Nummer werdet ihr einen Satz sagen, den viele männliche Pubertierende schon oft beim Sex gesagt oder gehört haben „Scheiße, zu kurz!“.

PS: Nach 2 Wochen Dauerrotation bei mir und einem vorab abgegebenen Review (vom Cheffe kam ein kurzes „Alter, das ist kein Review, sondern eine Heiligsprechung...“) kann ich nur sagen, dass ich dem Album verfallen bin. Es läuft bei mir jeden Tag, bei jeder Gelegenheit und wenn ich es nicht hören kann, begleiten mich die Songs in meinem Kopf durch den ganzen Tag bis zum einschlafen…
 

Fünf Personen, fünf Meinungen: Lass Dir nicht unser Gangbang-Review zu GHOSTs "Prequelle" entgehen!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Richard Metfan (29.05.2018)

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