EXMORTUS - The Sound of Steel

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VÖ: 09.06.2018
Bandinfo: Exmortus
Genre: Thrash Metal
Label: Prosthetic Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

"The Sound Of Steel" - so der Titel der neuen EXMORTUS Platte - steht in den Startlöchern, und bei der Band hat sich seit der letzten Scheibe bis auf ein paar Änderungen im Line-Up (Chase Becker und Carlos Cruz von WARBRINGER haben die vakanten Plätze an Gitarre und Schlagzeug eingenommen) nicht viel geändert. Herr Lawvere durfte sich wieder als Coverkünstler austoben und die Lyrics passen wie die stahlgestärkte Faust auf's Auge. Es ist alles so Trve, dass bei einem gewissen Bassisten einer gewissen Band der Ledertanga wahrscheinlich ordentlich feucht wird. Wenn man sich aber von solchem Klimbim nicht abschrecken lässt, bekommt man ein Stück origenellen Thrash serviert, der es vor allem neoklassisch durch die Botanik shredded.

Bandleader Jadran "Conan" Gonzales hat sich nämlich wieder mal ordentlich ausgetobt beim Songwriting. Neben den üblichen Thrashstrukturen werden alte Säcke wie Beethoven, Bach oder Malmsteen (ja, der ist auch schon ein alter Sack) zitiert und geschickt in die Songs eingeflochten, sodass das weiter oben genannte, jetzt wahrscheinlich zugeschwollene Auge gleich wieder aufgeht. Die Vocals werden wie auf den vorhergehenden Platten wieder geröchelt. Das ist jetzt wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, aber immerhin origineller als der elfunddreissigste Eunuchenplärrer oder der neunundelfzigste, vor Pathos triefende Metalpavarotti.

Neben dem typischen EXMORTUS Song "Make Haste" als Opener sind auf "The Sound Of Steel" doch einige Knaller vetreten. So zum Beispiel "Into The Maw Of Hell", welches mit einem furztrockenen ANNIHILATOR Riff ausgestattet ist. "To The Ends Of The Earth" lebt von Leads (eh schon wissen). Bei "Strength And Honor" kommt endlich die Eierkneifffraktion (EKF) zum Zug. "Victory Or Death" ist eine Abgehnummer mit Stakkato Riffing, Griffbrettgenudel und einem nochmaligen Kurzauftritt eines Eunuchen. Absolut hörenswert sind auch die beiden Instrumentalnummern "A Minor Instrumental" und "Tempest".

Produktionstechnisch ist bei "The Sound Of Steel" alles im grünen Bereich und wurde von Zack Ohren druckvoll und differenziert in Szene gesetzt. Ich zücke 4.5 Trve As Steel Punkte für eine rassige und erfrischende Metalplatte.

 

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Hannes Schuhai (04.06.2018)

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