LENORE S. FINGERS - All things lost on earth

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VÖ: 23.03.2018
Bandinfo: LENORE S. FINGERS
Genre: Gothic
Label: My Kingdom Music
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Lineup  |  Trackliste

Fans der HBO-Serie "Game of Thrones" mögen bei "My Name Is Snow" an den zeitweiligen Kommandanten der Nachtwache denken, der von einigen seiner Waffenbrüder niedergemacht wurde und mit der Hilfe einer in Rot gekleideten Frau von den Toten wiederkehrte. Jener Kommandant, der den Namen Snow über Jahre hinweg als den eigenen akzeptiert hatte, obwohl ihm eigentlich ein anderer Name zustand. Der Song "My Name Is Snow" erinnert in seiner getragenen und düsteren Stimmung an eine Szenerie in Dunkelheit und Kälte. Man sieht jemanden nach Norden blicken und der kommenden Dinge harren.

Ähnlich düster geht es weiter mit einem Geist, der über einen See dahinschwebt. "Lakeview's Ghost" erklingt wie ein Ton-Nebel, der über einem Gewässer aus Gedanken hängt und sich nicht auflösen will. Prägnante Hi-Hats in Abwechslung mit knarrenden Gitarren. Stellenweise etwas kitschig.

"Rebirth": das dröhnige Intro verspricht doch etwas mehr, als der Großteil dieses Songs hält. Während die musikalische Darbietung solide und handwerklich sauber ist, klingt der Gesang stellenweise quietschend und melodisch wenig interessant. Ein Lied mit Potential und Luft nach oben.

Grooviger, bassiger geht es mit "Ever After" weiter. Zumindest im Intro, bevor ein kleines Geschredder als Intermezzo beginnt. Der Gesang von Federica Lenore Catalano wabert solide und stellenweise schmerzerfüllt klingend über das musikalische Grundgerüst hinweg.

Eine Female-Fronted-Band, die eine solide Leistung abliefert. Handwerklich sauber, nimmt dieses Album zum Ende hin an spannenden Momenten etwas ab, um mit "Ascension" wieder einen melancholisch-düsternen Titel zu präsentieren. Auch wenn "Ascension" im Vergleich zu den Vorgängern eine recht kurze Laufzeit aufweist, kann dieses Lied als Auferstehung aus einem Asche-Feld der grauen Ähnlichkeit betrachtet werden.


Fazit: Ein Album mit einer Mischung aus Durststrecken und aufregenderen Momenten.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Trüter (21.06.2018)

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