SCHUBERT IN ROCK - Commander Of Pain

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VÖ: 29.06.2018
Bandinfo: SCHUBERT IN ROCK
Genre: Hard Rock
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Dem heimischen Hardrock-Fan Klaus Schubert vorzustellen, hieße Schnee auf die Nordkette zu tragen. Doch auch über unsere Grenzen hinaus ist der Innsbrucker ein überaus bekannter und anerkannter Musiker. Nicht umsonst versammelt der Gitarrist und Songwriter auf seinem zweiten SCHUBERT IN ROCK-Album wieder internationale Stars um sich, doch im Gegensatz zur ersten Ausgabe werden diesmal keine alten Hits aufgewärmt: „Commander Of Pain“ enthält ausschließlich neuen Stoff, dem jeweiligen Sänger auf den Leib geschrieben, und die Liste der Stars kann sich sehen lassen. Doch der Reihe nach:

„Empathy“, ein klassischer Riff-Rocker mit einem bestens aufgelegtem Jeff Scott Soto (SONS OF APOLLO, JOURNEY, TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA).

„Burning Heart“ würde glänzend auf jedes KROKUS-Album passen, nicht nur weil Marc Storace seine typischen Vocals beisteuert...

„Too Late“ beginnt verhalten und entwickelt sich zu einem balladesk angehauchten Meisterwerk, mit dem ehemaligen NAZARETH-Frontman Dan McCafferty mit seiner typischen – viele sagen Whisky-getränkten – Röhre, aber äußerst gepflegt, dem Song dienlich. Großartig. Weitere musikalische Beiträge stammen von Martin Seimen (ex-SUPERFEUCHT, Keyboards) und Gery Moder (Rhythm Guitar).

Auch „Under The Lights“ beginnt langsam, steigert sich aber zu einem veritablen Rock’n’Roll-Monster, sehr beeindruckend das Solo und auch die Begleitung der Hammond-Orgel, wen wundert’s, sitzt doch der Altmeister Don Airey (DEEP PURPLE, BLACK SABBATH, WHITESNAKE und viele, viele andere) davor. Vocals: der umtriebige Doogie White (RAINBOW, MICHAEL SCHENKER).

Großartige Soli bestimmen auch das epische „World With No Tomorrow“ – Jennifer Batten (MICHAEL JACKSON, JEFF BECK, Guitar) und Andy J. Brunner (Keyboards). Die Vocals stammen vom aktuellen NAZARETH-Sänger Carl Sentance.

Rockig geht’s weiter mit „Forgive Me When I Fall“, wieder mit Jeff Scott Soto am Mikro, weiters mit Don Airey und Ewald “Sunny” Pfleger (OPUS) an der Gitarre.

Etwas ungewöhnlich mit Bouzouki-Klängen startet „Ride The Bullet“, steigert sich aber zu einem der Höhepunkte auf SCHUBERT IN ROCK Vol. 2, wie man sich " target="_blank">hier überzeugen kann.

Ich glaube, Richie Blackmore und Axel Rudi Pell zählen zu den Vorbildern von Klaus Schubert, denn „On The Line“ – mit den typischen Riffs und Keyboardsoli – klingt ähnlich, aber nicht wie ein billiger Abklatsch, sondern qualitativ auf Augenhöhe.

Teilnehmer der diversen Umweltschutzgipfelkonferenzen sollten sich „It’s Our World“ reinziehen, nicht nur wegen der musikalischen Qualität (vor allem die wiederum großartige Leistung von Dan MacCafferty ist zu erwähnen), sondern auch wegen des Themas („It’s our world, it’s the only world we got...).

Auch Marc Storace darf ein zweites Mal ans Mikro, denn sein bluesig-raues Organ passt zum leicht Prog-angehauchten Titelsong wie die vielzitierte Faust aufs Auge. Ein weiteres Highlight!

Ein düsterer, epischer Song („My Name Is Judas“) mit Doogie White beschließt ein abwechslungsreiches Hardrockalbum, das hoffentlich nicht nur in unseren Landen den verdienten Anklang finden wird.

Zwei Tracks („Dance Of The Black Tattoo“ und „Little Boy“), die beide locker das Niveau halten, spielte der Meister mit seiner Stammband ein.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (25.06.2018)

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