ROTERFELD - Hamlet At Sunset

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VÖ: 04.05.2018
Bandinfo: ROTERFELD
Genre: Dark Rock
Label: Premium Records
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Lineup  |  Trackliste

Mit "Hamlet at sunset" haben ROTERFELD ein neues Machwerk in das Klangfeld geführt. Los geht es mit "No Friend Of Mine". Zunächst ein wenig quietschend, wird es im weiteren Verlauf rhytmischer. Der Text ist reduziert und kommt mit einigen Redundanzen aus - eher eine langweilige Nummer. Das Markanteste ist hier die Stimmfarbe von Sänger Aaron Roterfeld.

"Bring Your Own Star To Life", die Nummer zwei, ist stellenweise deutlich ruhiger. Auch hier schlägt der Text keine großen Wellen, greift vielmehr fast schon zum Standard gewordene Themen auf. Entdecke dich selbst, mach was du willst. Wenn es das ist, was ROTERFELD machen wollen ? Nun wird es endlich abwechslungreicher. Fast so, als hätten ROTERFELD den Wunsch nach mehr vorausgeahnt. "I Want More" wechselt zwischen ruhigen, balledesken Parts und temporereicheren Elementen. Ein Song, der sich gut in einer Rock-Oper machen würde, im Stile einer Uminterpretation des "Phantoms der Oper".

Dass die Jungs nicht nur in englischer, sondern auch in deutscher Sprache etwas darbieten können, zeigen sie mit "Flieg". Untermauert mit synthetischen Vocals lässt das Intro auf eine durchwegs harte und getriebene Nummer hoffen. Hart? Weniger, dafür getrieben. Obwohl Aaron es in neuer Gestalt präsentiert, so erscheint das Thema eine längere Geschichte hinter sich zu haben. "King Of This Land" scheint dann irgendwo zwischen verhärtertem Minnegesang und Cabaret-Musik der goldenen Zwanziger zu verorten zu sein.

Besonders "Sea Of Stones" sticht aus dem Gesamwerk heraus. Mit einem durchgehenden Schlagzeugteil, der fast an einen Loop erinnert, sind hier die härteren Gitarrenteile verhältnismäßig rar gesät. Mal eine Abkühlung für die Ohren, obwohl die Gitarren-Härten stellenweise so klingen, als wären sie nur um des Verwendens willen verwendet worden [Alex, bitte setz mal die Dosis für den Thomas ein wenig rauf! Danke, Mike].

Gitarre und Geige als "Father and Son" zu denken wäre dann doch zu weit hergeholt. Im so benannten Song tritt das Orchestrale recht stark hervor, besonders beim Hinzufügen von Pauken und Blasinstrumenten. Es klingt wie eine Schlachfeld-Szenerie. Ganz nett. Auf "You Are The One I'd Spend All My Money On" sei zum Schluss noch besonders hingewiesen. Sperriger Titel, der Song? Weniger sperrig. Lässt an AURELIO VOLTAIRE denken.

Lest hierzu auch unser aktuelles Interview mit Aaron Roterfeld!



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Thomas Trüter (24.07.2018)

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