DESTINIA - Metal Souls

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VÖ: 13.07.2018
Bandinfo: DESTINIA
Genre: Heavy Metal
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Heute darf ich einen Leckerbissen für Metal Fans der alten Schule vorstellen: „Metal Souls“ ist das Album der Projektband DESTINIA, die der japanische Gitarrero Nozomu Wakai zusammengestellt hat. Das junge Genie überzeugte sofort alte Hasen wie Marco Mendoza und Tommy Aldridge und holte sich schlussendlich Ronnie Romero auch noch als Sänger. Wer die Namen kennt, weiß, das wird in eine bestimmte Richtung gehen und das kann eigentlich unter der Schirmherrschaft von Label Frontiers nur gut gehen.

Genau so ist es. Was die vier auf diesem Album abliefern, hat Klasse und strotzt nur so vor Energie und dem alten Flair, das man vor allem bei Band der 80er und 90er verspürte. Es ist aber auch eine lässige Kombination mit modernem Sound. Der mir bisher unbekannte Nozomu überzeugt vom ersten bis zum letzten Song als faszinierender Gitarrist und man hört ihm einfach gerne zu, egal, ob es die schnellen Stücke sind, wo er seine fingerfertigen Soli zum besten gibt oder doch eher langsamere Nummern. Manchmal gewinne ich den Eindruck, sein Gitarrenspiel ist als eine Art zweite Singstimme anzusehen, weil es so ausgefeilt und rund ist. Namen wie Malmsteem und Konsorten fallen einem sofort ein, wenn man ihm zuhört.

Hört man sich durch die elf Songs von „Metal Souls“, wird man natürlich oft in das letzte Jahrhundert zurückversetzt. Es ist ganz deutlich zu hören, dass Mozomu Wert auf authentischen Heavy Metal legt und diesen 1a umzusetzen weiß. Das ist von der ersten Nummer an so. Wer den Titeltrack „Metal Souls“ hört, wird sofort von der Kraft und Spielweise der drei Musiker mitgerissen und ist begeistert von der Hingabe, die Sänger Ronnie Romero an den Tag legt. Die Jungs verstehen ihr Handwerk und sind ihr Geld Wert, gar keine Frage.

Natürlich gibt es des öfteren sehr deutliche Anlehnungen an bekannte Bands, sei es REVOLUTION SAINTS oder WHITESNAKE oder MAIDEN und auch mal SCORPIONS. Die Mischung ist aber dennoch sehr ausgewogen und der moderne Biss mischt bei jedem Song mit.

Neben den knackig-fetzigen Heavy-Metal Nummern, die aufgrund der eingängigen Refrains schnell zum Mitsingen anregen und wo Headbangen ein Muss ist, gibt es auch Powerballaden und ruhigere Songs. Zu ersteren zählt auf jeden Fall die Metal Hymne „Raise Your Fist“ sowie die letzte Nummer des Albums „Ready For Rock“. Zu letzteren gehören Songs wie „Metamorphosis“ oder „Take Me Home“.

Keyboardklänge zum Abrunden gibt es beim melodischen „Rain“ und Orchestrale Klänge zum Einstieg bei „Be A Hero“. Dann dominieren aber rasch wieder die eingängigen Hooks und Vocals und die härteren, drängenderen Rhythmen, die Marco Mendoza seinem Bass entlockt.

Persönlicher Favorit: „Take Me Home“. Das ist eine starke Power Ballade, die mit ihrem Sound mitreißt. Die Vocals sind 1a und nach einem gesanglichen Start überzeugen sofort die Soli. Dieses Video war mein erster Kontakt zur Band und wenn man es sieht, glaubt man zuerst, eine Frau steht an der Gitarre. Aber die femininen Züge von Nozomu sind nur eine optische Sache. Spielen tut er wie der Teufel. In weiterer Folge besticht der Song mit einem lässigen Chorus, erstklassigen Gitarrenparts und leicht orchestralen Tönen. Super melodisch und mitreißend.

Mit „Metal Souls“ liefern Nokomu und seine Mitstreiter ein saugutes Album ab, das vor allem Fans des melodiösen Heavy Metal sowie Fans von Bands der 80er und 90e anspricht. Melodiös, tolle Rhythmen und dazu ein genialer Saitenvirtuose sowie ein klasse Sänger. Mehr braucht man nicht.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (23.07.2018)

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