CRYSTAL VIPER - At The Edge Of Time

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VÖ: 29.06.2018
Bandinfo: CRYSTAL VIPER
Genre: Heavy Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

Nein, keine Sorge, CRYSTAL VIPER haben mit "At The Edge Of Time" keine BLIND GUARDIAN Cover-EP aufgenommen. Die Jungs um Frontdame und Gitarristin Marta Gabriel haben lediglich einen Titel gewählt, welcher Assoziationen zu Krefeld weckt. Musikalisch ist das alles immer noch CRYSTAL VIPER, wie man sie seit dem starken Debüt "The Curse Of Crystal Viper" (Review zum Re-Release hier!) kennen und lieben gelernt hat. Was dennoch nicht bedeutet, dass man den Sinn und Zweck dieser EP unbedingt begreifen muss.

Fangen wir mal mit dem Titelstück an, welches auch perfekt auf die 2017er Scheibe "Queen Of The Witches" gepasst hätte. Auch wenn mir keine näheren Informationen vorliegen, gehe ich davon aus, dass das Stück während der gleichen Recordingsessions aufgenommen wurde und zu stark war, um in die Tonne geworfen zu werden. Recht behalten, der Song geht gewaltig nach vorne, kombiniert sägende Thrash-Riffs mit eingängigen und melodischen Passagen, welche das ein oder andere Mal an GRAVE DIGGER erinnern. Alles getragen von Martas nach wie vor saustarker Stimme. Im allerbesten Sinne ist das Stück typisch CRYSTAL VIPER, die mit diesem Sound auch andere Bands wie KOBRA AND THE LOTUS oder HUNTRESS nachhaltig mitbeeinflusst haben. Gleichzeitig gibt es den Song noch in polnischer Sprache, namens "Zwiastun Burzy". Passt gut zusammen.

Als restliches Material findet sich noch das "Queen Of The Witches"-Stück "When The Sun Goes Down" in der Giallo-Version. Besonders horrorhaft klingt das Dargebotene dennoch nicht. Es wurden lediglich POWERWOLFige Sakral-Keyboards ergänzt, die das Stück zwar in ein leicht verändertes Setting setzen, ansonsten aber nicht wirklich von grundlegender Bedeutung sind. "When Are You" ist eine Piano-Ballade Marke DORO, welche man aus dem Hause CRYSTAL VIPER eher weniger gewohnt ist. Hier kommt Martas Stimme noch einmal richtig gut zur Geltung, aber auch hier, unbedingt zwingend ist das nicht. Das gilt auch für das QUARTZ-Cover "Tell Me Why", bei dem die VIPER ihre stadiontauglichen Fähigkeiten unter Beweis stellt - wofür aber auch etwas an Gift eingebüßt werden muss.

Fazit: Starkes Titelstück thront über halbgarer Füllware. Nicht zwingend notwendig, aber jedes Lebenszeichen von CRYSTAL VIPER wird gerne gesehen. Für Alles-Sammler bestimmt ein Glücksgriff!



Ohne Bewertung
Autor: Christian Wilsberg (14.07.2018)

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