SINAYA - Maze Of Madness

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VÖ: 10.08.2018
Bandinfo: SINAYA
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Brutal Arts Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die vier Damen aus Sao Paolo haben nach ihrem 8-jährigen Bestehen schon einiges vorzuweisen. Ein Vertrag bei Brutal Records, diverse Auftritte mit namhaften Bands wie EXODUS, VADER, PRIMAL FEAR und eine Süd-Amerika Tournee. SINAYA sind bis jetzt sehr bemüht gewesen um sich in der Metalwelt Gehör zu verschaffen. Deswegen setzt sie noch einen drauf und präsentieren den Todesmetallern ihr erstes Teufelswerk „Maze of Madness“ auf dem Serviertablett. Die weiblichen Musiker sind noch immer in der harten Szene eine Rarität, aber stets willkommen. Für meine verrotteten Ohren gibt es selbstverständlich keinen Weg daran vorbei. Die Anfangsnummer „Life Against Fate“ fängt ganz nach meinem Geschmack an. 4 Schläge auf der Snare Drum, bevor der tobende Wahnsinn abrupt wie eine Bombe einschlägt. Die Cynthia Yuen (Drums) und Renata Petrelli (Guitar) legen einen guten Drive hin. Die grunzende Stimme in tiefer Lage von Mylena Monaco (Vocals) sorgt für die tödliche Stimmung. 

Die darauffolgenden Nummern lassen aber an Power zu wünschen übrig.  Das Schlagzeug plätschert nur so dahin, während die Gitarre in Mid Tempo hinterher schlurft.  Ab und zu kicken schnellere Schlagzeug-Beats den Rest der Band in höhere Geschwindigkeiten. Hie und da gibt es Gitarrensoli, die sich langsam ihren Weg in den Liedern bahnen. Trotz allem wirkt Renata Petrellis (Guitar) Stil ein wenig einfallslos. Meistens gibt es Melodien, die sich in den Gitarrensolos endlos in die Länge ziehen. 
Was mich sehr beeindruckt hat, ist Mylenas (Vocals) feurige Stimme, die sich in mein Hirn brennt. Sie beherrscht die Gesangstechniken wie Growls oder Shouts meisterhaft.  Ihre Schreie sind kurz und verlieren nie an Power.  Das Gegrunze ist ebenfalls kurzgehalten, aber mit tiefem und konstantem Druck.

Am Schluss heizt SINAYA den Zuhörern noch einmal so richtig ein. Die Musiker kommen wieder in Schwung und treiben das Lied stark voran. Renata Petrelli (Guitar) trappt mit ihren Gitarrensolo trotzdem dahin. Sie bleibt auf ihrem eintönigen Kurs, den sie von Anfang an eingeschlagen hat. So fetzig wie es begonnen hat, hat SINAYA auch ihr Teufelswerk „Maze of Madness“ beendet. Der ganze Mittelteil scheint ein Herumgeschlurfe mit halbherzigen Gitarrensoli zu sein, dass die Zuhörer fast nur durch Mylena Monacos (Vocals) Gesang bei Laune halten kann. Man würde meinen, dass die vier Brasilianerinnen sich von NERVOSA inspirieren lassen haben, aber trotzdem nicht ihr eigenes Ding gefunden haben. Nicht alle landen mit dem Debütalbum eine Punktlandung, aber das ist erst der Anfang von SINAYA und das Potenzial in der Band ist auf jeden Fall hörbar. 

 



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (17.08.2018)

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