JONATHAN DAVIS - Black Labyrinth

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VÖ: 25.08.2018
Bandinfo: JONATHAN DAVIS
Genre: Metal
Label: Sumerian Records
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Lineup  |  Trackliste

JONATHAN DAVIS muss man in der gesamten Rock- und Metalszene denke ich gar nicht mehr groß vorstellen, denn der Mann hat sich über die Jahre hinweg einen Namen gemacht. Bis dato immer mit seinen Mannen von KORN, die die letzten 20 Jahre extrem erfolgreich bestritten haben, doch auch im hohen Alter scheint es Mr. Davis noch zu dürsten. "Black Labyrinth" verkörpert nun tatsächlich seinen ersten Weg auf Solopfaden! Es wirkt im ersten Moment fast befremdlich, den Mann auf einem Cover zu begutachten, doch die Inszenierung lässt es am Ende doch wieder stimmig wirken.

Was dürfen wir von JONATHAN DAVIS musikalisch erwarten? KORN 2.0? Gar nicht mal so verkehrt, denn "Black Labyrinth" ist kein ganz großes Experiment, wo der Herr sich austobt und Seiten von sich offenbart, die wir an ihm nie vermutet hätten, nein. Es wirkt eher wie eine Light-Variante von KORN, der ich aber dennoch nicht ihre Daseinsberechtigung absprechen möchte. Während Davis bei KORN gerne mal ausufert in seinen Vocals und seine brachiale Seite offenbart, erleben wir auf "Black Labyrinth" auch die sanfte Seite, die durchaus psychedelisch daher kommt, dann aber doch ein anderes Facettenreichtum mitbringt. "Underneath My Skin" bildet zum Beispiel eine schöne Symbiose aus den "Psycho"-Anteilen, die Davis bereits bei KORN auslebt und elektronischen Anleihen, die deutlich mehr zum Ausdruck gebracht werden. Ich fühle mich hier und da an THE PRODIGY erinnert, aber eben auf einem Trip... "Final Days" experimentiert mit exotischen Instrumenten, wir hören Trommeln, Flöten und diverse andere instrumentale Einflüsse, die KORN in der Form nicht einbauen. Das Schöne ist, dass es nie überladen wirkt, nach dem Motto "Ich schmeiße einfach alle Zutaten rein.". Es ist stimmig, in sich geschlossen und sehr homogen. Da hat JONATHAN DAVIS wirklich ein gutes Gespür für. Selbst fast schon grungig angehauchten Stücken wie "Happiness" drückt er seinen unverkennbaren Stempel auf und lässt sie wie etwas Besonderes wirken. Ein insgesamt poppig aufgebauter Track erwartet uns mit "The Secret", wobei auch die elektronische Komponente immer wieder Einzug erhält. Der Track wirkt ruhig und doch dynamisch, bzw. energisch. So zeigt sich eine Vielfältigkeit, die diesen Release nicht wie eine Eintagsfliege wirken lässt. Klar, manchmal vermisst man dieses unnachahmliche Grölen, das Mr. Davis zum Besten gibt oder eben diese total kranken Passagen, die einen unweigerlich ausflippen lassen, doch für etwas ruhigere Stunden mit einer ordentlichen Portion Atmosphäre kann ich "Black Labyrinth" nur wärmstens empfehlen!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Sonata (17.08.2018)

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