WEAPON UK - Rising From The Ashes

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VÖ: 28.09.2018
Bandinfo: WEAPON UK
Genre: NWoBHM
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

WEAPON(UK) waren mir ehrlich gesagt bislang kein Begriff. Ein Blick in die Bandhistory besagt dass es in 30 Jahren eine (!) Single-Veröffentlichung und einige Demos  gab, ehe dann 2014 ein volles Album, welches nur von der Band selber vertrieben wurde, erschien. Vier Jahre später erscheint die CD nun beim  Pure Steel-Label als Re-Issue.

Grundsätzlich ist es richtig, dass die Band als NWoBHM Truppe einzuordnen war, allerdings eher was die Epoche angeht, in der sie gestartet sind. Wer zappeligen, unterproduzierten Underground-UK-Metal erwartet, dürfte enttäuscht werden. Die Mucke anno 2014 (bzw. 2018) würde ich eher als etwas zackigeren Melodic Rock der 80er Jahre Prägung einordnen.

Der Sound ist durchwegs recht pompös mit viel Reverb - 80er Herz, was willst Du mehr? Dass die Truppe nun altbacken klingt, kann man aber auch nicht behaupten. Nach einem spacigen Intro geht es mit "Ride The Mariah" recht flott los, der Chorus bleibt gleich in der Gehörgängen kleben, bei Melodicrock schon ein fast unverzichtbares Mittel. "Mit "Fountain in Paradise" geht es nahtlos hochklassig weiter, knackiges Riff und guter Chorus. 

"Warrior" ist etwas ruhiger angelegt, was das flotte "Ready 4 You" gleich wieder wett macht. In "Burning Skies" sind die Double-Bass-Attacken leicht überdosiert und stören den Flow des ansonsten eher als Hymne angelegten Songs doch etwas. 

Bei "Alamein" kommen wir zur ersten reinrassigen Ballade auf "Rising From The Ashes". Bombastisch aber unkitschig, von solchen Songs würden sogar grössere Namen auf ihren neueren Veröffentlichungen nur träumen. Mit das Highlight der CD.

Die restlichen Songs fallen leider etwas ab bzw. man hat den Eindruck, dass man sie zuvor doch schon mal gehört hat, da sie vom Aufbau her doch relativ gleich gestrickt sind. Auch ist mir ab und an der Gesang etwas zu brav und bieder. Mit "Killer Instinct" gibt es  einen auf der Erstauflage nicht vorhandenen Bonustrack, der jedoch  im Vergleich zu den restlichen Songs  etwas abfällt. Als zweiten "neuen" Song gibt es eine Coverversion von THIN LIZZY's "The Rocker", den man sich meiner Meinung nach aber auch hätte sparen können, denn manche Bands sollte man einfach nicht covern, THIN LIZZY gehören da meines Erachtens dazu.

Alles in Allem ist "Rising from the Ashes" ein kurzweiliges Album, das zwar weit davon entfernt ist, ein Klassiker zu werden, aber beim Hören durchaus Spass macht. Freunde des melodischen Sounds sollten die Scheibe durchaus auf dem Einkaufszettel haben. 

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (21.09.2018)

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