IMPENDING DOOM - The Sin And Doom Vol. II

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VÖ: 22.06.2018
Bandinfo: Impending Doom
Genre: Brutal Death Metal
Label: eOne Music
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Lineup  |  Trackliste

Düstere Wolken ziehen über den blauen Sommerhimmel, die Sonne verdunkelt sich, die Luft wird stickig. Unheil kündigt sich an. Stille legt sich über das Land, ein unheimliches Schweigen, das Innehalten angesichts einer bösen Vorahnung. Und dann, mit einem Schlag, bricht die Apokalypse los! 

IMPENDING DOOM haben sich noch nie bemüht, so etwas wie Feinfühligkeit auf Scheiben zu kratzen. Und das haben sie nun auch bei "The Sin and Doom Vol. II" nicht. Mit dem ersten Schlag tut sich der Boden auf und man wird hinuntergezerrt in die tiefe und fast schon dröhnende Rhythmik, die aufgebaut wird, während diese durch intelligente Punktuierung durch Mark und Bein scheppert. Alles entscheidend ist tatsächlich der massive Druck, der gar nicht so sehr durch Schnelligkeit, sondern vielmehr durch die bombastisch einschlagende Tiefe kreiert wird. Da ist die Arbeit des Shouters, der sich in ähnlich tiefe Lagen verirrt und sich dabei mit interessant durchdachten Texten eindeckt. Diese sind auf "The Sin and Doom Vol. II" etwas weiter gestreut als noch auf den Vorgängeralben, auf welchen man sich relativ ausgiebig mit fast schon biblisch-religiösen Themen befasst hatte. Nun haben sich IMPENDING DOOM auch weitgehend gesellschaftlichen Themen zugewandt, die passenderweise in ziemlich düsteres, zerstörerisches Machwerk eingebettet werden. Und obwohl alle Tracks ähnlich aufgebaut wirken und dasselbe Gerüst aus starker Rhythmik und brachialen Vocals mitbringen, kracht die Scheibe, ohne langweilig zu werden und unterhält auf einem guten Niveau. 

Tatsächlich wäre es an dieser Stelle müßig, allzu viele Worte zu verlieren. IMPENDING DOOM bestechen durch Taten und in diesem Fall durch akustische Beweise. Direkt und ohne Kompromisse schlägt "The Sin and Doom Vol. II" wie das sprichwörtliche musikalische Trauma ein und obwohl die Songs wie aus einem Guss ineinander fließen, denkt man nicht einmal daran, die Scheibe zwischendurch zu stoppen. Ein brachialer Fluss an gutem Krach! So einfach und so kurz gehalten. Anhören!




Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lisi Ruetz (15.09.2018)

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