ARTIZAN - Curse Of The Artizan

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VÖ: 17.08.2018
Bandinfo: ARTIZAN
Genre: Progressive Power Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Die aus Florida stammenden ARTZIAN geben heuer im August gleich doppelt Gas.
Einerseits wird der neue Longplayer „Demon Rider“ veröffentlicht, andererseits gibt es eine Neuauflage des 2011 erschienen „Curse Of The Artizan“. Dieses Album war damals die erste lange Scheibe, die die Jungs zusammen gemacht haben. Wenn man das 2011er und das 2018er Werk vergleicht, dann hört man, dass sie ihrer Richtung ziemlich treu geblieben sind. Den Stil in den Anfängen kann man als soliden US-Metal bezeichnen, der sehr melodisch ist und sich wegen der schönen runden Stimme von Tom Braden nicht in die harte Metal Ecke einordnen lässt.

„Curse Of The Artizan“ ist ein Album, das ein wenig verspielt ist. Es gibt teilweise sehr lange Songs (siehe Opener mit 10 Minuten), bei denen unterschiedliche Einflüsse und Interessen zum Ausdruck kommen. Im Songwriting wird immer wieder darauf Wert gelegt, keinen reinen Metal zu spielen, sondern viele Wechsel unterzubringen, sodass ständig an der Grenze zu Progressive gependelt wird.

„Trade The World“, die erste Nummer, ist ein wohl gewählter Einstieg, der einen auf den Sound und den Ablauf des Albums vorbereitet. Von Stück zu Stück erfolgt eine Steigerung, sowohl bei Variation, Geschwindigkeit, Ausarbeitung der Riffs und Soli (siehe zum Beispiel „Rise“) als auch Spiellänge - fünf bis sieben Minuten sind Normalität.

„Fire“ überrascht durch den ruhigen akustischen Start mit Gesang, dann kommt aber die für diesen Songtitel erwartete Härte bzw. das entsprechende Feuer mit den Riffs und knallharten Drumbeats. Irgendwie zu brav dazu die glatten Vocals, da würde mehr Biss dazu passen. Der abgehackte und wechselnde Rhythmus schafft das jedenfalls. Insgesamt ist das Stück mit seinen über sieben Minuten etwas langatmig geraten.

„Fading Story“ – altbewährter Metal Rhythmus und gängige Riffs, mit der gleichmäßigen Stimme von Tom klingt es leider etwas fad. Generell frage ich mich bei vielen Songs, wie sich diese anhören würden, wenn er mehr Biss hätte. Er klingt einfach zu nett bei manchen Nummern. Die würden ein kräftigeres und nicht so liebliches Organ vertragen. „Game Within A Game“ überzeugt dann doch wieder mehr. Hier passen melodischer Metal mit leicht exotischen Tönen und Vocals einfach besser zusammen.

„Torment“ erinnert an U-Bahn oder Geisterbahn-Geräusche, ist also kein Song, sondern nur ein kurzes Einstreuen einer Nichtmelodie – ich frag mich nur, wozu. Als Überleitung zum letzten Song wäre es nicht unbedingt nötig.
„Curse Of The Artizan“ macht den Abschluss. In über zehn Minuten wird in den Titelsong vieles gepackt, von akustischen Gitarren über klassische Streichinstrumenten bis hin zu galoppierende Gitarren-Riffs und lässigen Chorus-Einsätzen ist alles vorhanden. Viele Rhythmenwechsel lassen grüßen, manchmal zieht es sich dadurch leider etwas dahin. Dafür wird aber in diesem Stück aufgeklärt, was es mit Artizan so an sich hat.

Ein Album also für Freunde von langatmigen Metal-Progressiv-Mischungen.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (25.08.2018)

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