OUTLINE - Fire Wiplash

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VÖ: 27.07.2018
Bandinfo: OUTLINE
Genre: Speed Metal
Label: Hells Headbangers
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Tanza Speed ist vielleicht nicht die bekannteste Sängerin in der Metalwelt, sie hat jedoch mit ihren 28 Jahren schon einiges in ihrem Leben zustande gebracht. Hier die Hardfacts zusammengefasst: Als Tochter von zwei Metalheads wuchs sie in Villa Alemana, Chile auf und startete mit 17 Jahren ihre Musikkarriere unter den Namen DEMONA. Nach 10 Jahren Herumtourens entschloss sich die Chilenin einen Bandnamenwechsel vorzunehmen. 2017 verschlug es The Speed (Vocals, Guitar) nach Cleveland, Ohio und sie begann mit J. Hammer (Bass, Drums, Guitar) an einem Projekt zu arbeiten, dass OUTLINE heißt. Das Speed Metal-Duo brachte kurz nach ihrer erfolgreichen OUTLINE-Demo heuer das Debütalbum „Fire Whiplash“ heraus. Mit der Unterstützung von Hells Headbanger Records und einigen bekannten Musikern wie Joel Grand (TOXIC HOLOCAUST) und Commander Vanik (MIDNIGHT) DIE High Speed-Platte schlechthin.


„FIRE WHIPLASH“ verzichtet auf düstere Klänge, die eine schaurige Stimmung verbreiten. Weder Windesgeheul, verrücktes Gelächter noch das Zischen eines Bieres leiten die Riff Schleuder Maschine ein.  Der Hochgeschwindigkeitshöllentrip beginnt schon nach vier Sekunden. Das kurze Intro ist der Startschuss für die 22-minütige Genickfolter. In der zweiten Nummer ertönt die feurige Stimme von Tanza Speed mit einem knackigen Aufschrei. Hauptsächlich klingt der Gesang wie Gebet, das an gewissen Stellen die Sängerin in Rage versetzt und explosionsartig durch kurzes Gekreische unterbrochen wird.  Ihre melodiöse Stimme kommt in manchen Liedern wie zum Beispiel „Lady Teaser“, „Away From You“ oder „Fire Whiplash“ zum Vorschein, was für Abwechslung sorgt. Ein nie langweilig werdender Mix aus Sprechen, Schreien und Singen.  


J. Hammer (Drums, Bass, Guitar) steckt die meiste Energie in seine Riffs, die gut miteinander harmonieren, ohne das Gefühl zu geben, dass die Nummern sinnlos zusammengewürfelt klingen. Sie sind simpel gestrickt und versetzen deinen Kopf in ein Schleudertrauma. Die Ohren werden es dir danken aber dein Halsmuskel wird es am nächsten Morgen bereuen. Von Gitarrensolos kann man im Grunde genommen nicht reden. Bei „Lady Teaser“ untermalt J. Hammer (Guitar, Drums, Bass) den Gesang mit ein paar schnellen Zwischenspielen und bei „Hell Squad“ zeigt das Allroundtalent gegen Ende, was er auf der Gitarre so zu bieten hat. 
Die Rhythmusgruppe ist meiner Meinung genau richtig gemischt. Kein Instrument wird bevorzugt, alles befindet sich von der Lautstärke in einer guten Balance. Der Bass schnalzt an den besten Stellen, das Getrommel ist keine Pionierarbeit, aber trotzdem mitreißend.


Als ich gelesen habe, dass Joel Grind das Mastering übernommen hatte, bin ich schon mit einer hohen Erwartung an „Fire Whiplash“ herangegangen und wurde am Ende nicht enttäuscht. Für Underground-Enthusiasten hat Hells Headbanger Records immer einen guten Riecher für unbekannte Bands mit Potenzial. Ich denke, dass auch die Damen und Herren des Labels OUTLINE als erfolgreiches Projekt verbuchen können. Die Verkaufszahlen sind noch nicht bekannt, aber wenn die OUTLINE Demo für deren Verhältnisse ein Verkaufsschlager geworden ist, sind annähernd gute Ergebnisse von „Fire Whiplash“ zu erwarten. Zumindest hoffe ich es für die Speed Metal-Künstler. 


FAZIT: OUTLINEs Frauenpower macht dir Feuer unterm Hintern! 

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (26.08.2018)

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