ELECTRIC CITIZEN - Helltown

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VÖ: 28.09.2018
Bandinfo: ELECTRIC CITIZEN
Genre: (nicht klassifizierbar)
Label: Riding Easy Records
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Lineup  |  Trackliste

Stellt euch einen Roadtrip durch den mittleren Westen der USA vor. Ein Roadtrip auf den Straßen quer durch die Einöde mit der scheinenden Sonne im Rücken. Unterwegs im 70er Jahre VW Bus und den besten Kumpels. Im Hintergrund laufen die blousigen Gitarrenriffs, die deinen Kopf durch die Luft schweben lassen. Weder die Uhrzeit, noch das bestimmte Reiseziel spielen eine Rolle. Dieses Gefühl bekommt man bei den psychodelischen Klängen von ELECTRIC CITIZEN und ihrem dritten Album „Helltown“.  Das Quartett tourt gerade in Nordamerika herum und vielleicht schon bald in Europa, aber bis es soweit ist, erzähle ich euch über meine ersten Eindrücke zu ihrem letzten Werk.


Beim ersten Mal anhören zeigt sich der Unterschied zum vorigem Album „Higher Time“. Die ruhige Phase von ELECTRIC CITIZEN ist vorbei und bedient sich gruseligeren Klängen, wie zur Anfangszeit 2014. Der Bassist Nick Vogelpohl (Bass) ist zurückgekehrt, was anscheinend Nostalgie bei den anderen Mitgliedern ausgelöst hat. 


„Helltown“ ist dynamischer gestrickt, was sich in den Gitarren unter Beweise stellen lässt. Schnelleres Tempo als vorher und belebteres Herumschlagen auf den Trommeln. Es gibt wildere Solos, die sich aber von der Lautstärke der anderen Instrumente nicht stark abheben.  Lauras Dolan (Vocals) lässt es ordentlich krachen. Zuvor noch bei „Higher Time“ mit vorgehaltenen Mund gesungen, behält sie beide Hände am Mikrofon, um die allerletzte Kraft aus den Lungen zu bekommen. Nick Vogelpohl (Bass) hat sich nicht durch die Hintertür geschlichen, sondern hat die Vordertür mit seinen Soloparts in Liedern, wie zum Beispiel „New Earth“ eingetreten. 


Abgesehen davon, dass „Helltown“ im Metal ein badass Name als Albumtitel ist, hat er auch eine weitaus tiefere Bedeutung für ELECTRIC CITIZEN.  Er ist auch der Name ihrer momentanen Heimatstadt, wo „Helltown“ sogar aufgenommen worden ist. Wenn man so will, ein Symbol für ELECTRIC CITIZENs Rückkehr zu den Wurzeln. 


Das ist die Art von Musik, die für gute Laune sorgt, während man eine gemütliche Runde mit dem Kultbus der 70er herumfährt. Obwohl die Amerikaner selbst nicht aus dieser Zeit stammen, fühlt man ihre Verbundenheit zur musikalischen Vergangenheit des 20. Jahrhundert. Das letzte Album „Higher Time“ ist 2016 eins der meist erwarteten Alben 2016 (lt. Consequence of Sound) gewesen. Ich kann nur hoffen, dass „Helltown“ ebenfalls in diese Kategorie aufgenommen wird. Freut euch, wenn das Album von den Bewohnern von „Helltown“ ihre Platte in den Läden stellt. Euer Geld wird gut investiert sein. 

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (27.09.2018)

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