GARAGEDAYS - Here It Comes

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VÖ: 14.09.2018
Bandinfo: Garagedays
Genre: Heavy Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Mit ihrem neuen Werk „Here It Comes“ haben sich die Tiroler von GARAGEDAYS etwas mehr als vier Jahre Zeit gelassen, um einen Nachfolger zum vom Kollegen sehr wohlwollend aufgenommenen „Passion Of Dirt“ abzuliefern. In der Zwischenzeit ist für den Vierer viel passiert, denn vor allem im Live-Sektor haben sich GARAGEDAYS durch ausgedehnte Touraktivitäten in ganz Europa in den vergangenen Jahren bereits einen Namen erspielt. Diesen Ruf gilt es nun auch zu verteidigen, was den Tirolern mit ihrem neuen Streich auch gelingt!

„Here It Comes“ startet mit dem Titeltrack rockig flott und serviert gleich einmal melodisch riffenden Schwermetall mit dezenter Thrash-Note, der gut groovt und wieder dieses wunderbare „Scheiß auf alles“-Outlaw-Feeling mitbringt. Speziell im hinteren Teil des Titels bringt Sänger/Gitarrist Marco diesen oftmals mit Lemmy assoziierten Vibe ziemlich authentisch rüber. Schleppend-schwer und mit höllischem Groove geht es bei „Turns To Black“ weiter, ehe der episch orientierte Midtempo-Brecher „The Beginning And The End Of It All“ es versteht mit ruhigem Beginn ordentlich Spannung aufzubauen. „Devil“ atmet den Geist der NWoBHM und besticht mit starker Gitarrenarbeit und tollem Solo.

Bei „I Have Seen“ geht es wieder etwas flotter zu Werke mit astreinem Ohrwurmriff, tollen Twin-Gitarren und mitreißenden Solos. Irgendwo zwischen teutonischem Qualitätsstahl und rotzigem MOTÖRHEAD-Einschlag gibt es hier sechseinhalb Minuten bockstarken Schwermetall direkt aufs Maul! Ruhiger, fast poppiger Beginn, zu dem Marcos dreckige Rockröhre einen wirklich schönen Kontrast gibt - „Paradise Lost“ bringt wunderbares Stadion-Balladenfeeling mit und präsentiert sich so gefühlvoll, dass man es den kantigen Rockern fast gar nicht zugetraut hätte.

„Reptile“ ist dafür wieder deutlich knackiger, ein flotter SchwerMETALLICAsong (auf die Möglichkeit diesen Kalauer einzubauen habe ich schon viel zu lange warten müssen!) mit ganz sacht eingestreuter thrashiger Würze in der erneut höchst starken Gitarrenarbeit. Das Lemmy-Tribute „L.e.m.m.ypsilon“ wirkt leider im Refrain etwas ungelenk, obwohl es trotz, oder gerade dank reduzierter Instrumentierung und treibendem Rhythmus ziemlichen coolen Drive entwickeln kann. Noch einmal ausladend wird es mit „The Sword“, in dem Marco gar ein wenig nach U.D.O. klingt, was im Kontext des Albums hinsichtlich gesanglichen Abwechslungsreichtums ziemlich gut kommt. Als Rausschmeißer fungiert schließlich mit „Philosophy“ ein ein Instrumentaltitel, der sich mit sachtem, balladesken Beginn aufbaut um über abwechslungsreiches Mitdtempo-Riffing auf einen speedigen Höhepunkt hinzusteuert, der das Album würdig beschließt.

Mit „Here It Comes“ liefern die Tiroler ein ziemlich scharfes Teil von Album ab, das vor allem von unbändiger Spielfreude, die sich in der bockstarken Gitarrenarbeit zeigt, lebt. Die vielfältigen Einflüsse von GARAGEDAYS, die von rotzigem Schwermetall über verspielte NwoBHM-Anleihen bis hin zu knackigen Thrash-Einflüssen reichen, verquicken sich auf „Here It Comes“ zu einem homogenen und dennoch abwechslungsreichen Album, das geradezu prädestiniert für Live-Abrisse zu sein scheint. Mit satter, amtlich das Wohnzimmer durchrüttelnder Produktion von Flemming Rasmussen kann hier einfach gar nix schiefgehen. Schüttelt die Mähnen, Leute!

 
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Posted by Facebook on Friday, December 5, 2014


Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Anthalerero (13.09.2018)

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