DED - Mis-An-Thrope

Artikel-Bild
VÖ: 15.06.2018
Bandinfo: DED
Genre: Nu Metal
Label: Suretone Records
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

When I say go, go psycho! Ja was schwappt denn da über den großen Teich - ist es KORN? LINKIN PARK? SLIPKNOT? Nein, es ist DED. Selbige, aus Arizona stammende Band, soll sich dem Nu-Metal verschreiben oder verschrieben haben, ich fange mit Genres nichts an. Ha, Eigentor! Womit ich hingegen immer etwas anfangen kann, sind Riffs die ins Ohr gehen, Drums die einem das Gefühl vermitteln der Drummer geht grad so richtig ab und Songtexte, die mir etwas mitgeben. Gelegentlich - oder doch immer - wenn ich zu der Musik mein Laufprogramm absolvieren kann. Mit Vivaldi funktioniert dies nicht, obwohl Vivaldi immer geht, aber das ist eine andere Geschichte.

DED funktioniert jedenfalls, für mich. Aggressionen? DED ist Eure Musik! Die Songs strotzen vor Circlepit-Musik und Rebellion, eben frei nach dem Motto: „When I say go - Go psycho! Done being kind. I draw the line. No, I will not give in. I am anti-everything!“
Der rote Faden des Albums scheint somit genau dies zu sein: I am anti-everything. Dies macht es dann langsam aber sicher doch etwas anstrengend, den Genre-Mischmasch- Songs zu folgen. Schlechte Laune, ja bitte, aber nicht durchgehend – und wenn, dann irgendwie doch ohne roten Faden. Immerhin kann man dem einen oder anderen Song sein Ohrwurmpotential nicht absprechen, vor meinem geistigen Auge kann ich auch eine Festivalmeute den irgendwie Kinderchor-artigen Teil „Hate me hate me, You will never break me!“ des gleichnamigen Songs („Hate me“) grölen hören.

Auch das sie ihr Handwerk verstehen steht, trotz leichter Überforderung ob des Genre-Mischmaschs, außer Frage. Der Sänger, sowie natürlich auch die restliche Band, scheint über ein breites Spektrum zu verfügen und man gibt alles was man so hat, Shouts, Klargesang und Rap. Mit dem letzten Song des Albums, „Beautiful“, zeigen sie zum Ausklang noch ihre sanftere Seite, zumindest untermalt hier stilistisch ein Piano die Kindergruselballade.

So bleibt am Ende des Albums die Erinnerung an wütende, kritische Texte, verpackt in Stilmitteln wie sie sich auch PAPA ROACH, LINKIN PARK, THREE DAYS GRACE, KORN und wie sie nicht noch alle heißen, bedienen. Nichts neues, aber dann irgendwie doch.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Pixie (10.10.2018)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Escape Metalcorner
ANZEIGE