PAGAN - Black Wash

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VÖ: 06.07.2018
Bandinfo: PAGAN
Genre: Metal
Label: EVP Recordings
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Na das fängt ja gut an. Schwarzes Albumcover mit Kommunionskerze oder doch einem umgedrehten Kreuz – Klischeealarm und ein weiblicher Frontmann, somit dann doch Frontfrau. Nicht meins, der erste Gedanke. Dabei bleibt es auch, nicht meins. Nun sollte ich wohl dazu stehen, komplett subjektiv, dass es Frontfrauen des härteren Genres es auch genau das bei mir haben – hart. Zu schnell denke ich an weibliche Kreischanfälle beim Anblick von Spinnengetier oder Damen die in den Wehen liegen und ihre Männer soeben verbal zum Teufel jagen.

Genau diesen Eindruck bestätigen mir auch PAGAN. Ich verstehe kein Wort, was zumindest bei ihrem ersten Song „Il Malocchio Si Apre“ noch verständlich ist, der kommt nämlich, trotzdem die Band aus Australien ist, italienisch daher. Schreib etwas Nettes, schreib etwas Nettes … Nun gut, ich spreche der Frontfrau nicht ab, durchaus emotionale Abwechslung in ihrer Stimme zu haben, sie scheint durchaus zu fühlen, was sie singt, aber was auch immer das ist, erreicht mich - subjektiv! - bis auf vereinzelte Male wie in der letzten Nummer „Il Malocchio Si Chiude“, kaum. Auch ein beachtliches Stimmspektrum spreche ich ihr nicht ab.

Der restliche Sound ist ganz nett und trotz des fröhlichen Gemixes von Punk, Rock’n’Roll und Metal aber dann doch irgendwie wenig abwechslungsreich. Tatsächlich meine ich, erneut völlig subjektiv, dieselben Melodien immer und immer wieder zu hören. Das Debüt fängt irgendwann an, sich wie Strudelteig zu ziehen. Erst ab „Blood Moon“, der sechste Song dieses Debüts, beginnt PAGAN langsam anders zu klingen, meine ich neue Melodien wahrzunehmen.

Für mich, subjektiv, ein kleiner Rohrkrepierer, wohl möglich zu viele Ideen und zu viel Gemixe, dennoch kann ich mir, objektiv, vorstellen, dass PAGAN einige musikhungrige Leute begeistern werden und sich nette Moshpits vor ihren Bühnen bilden werden. Dem ungeachtet lehne ich mich zum Schluss weit aus dem Fenster und behaupte, dass sie spätestens am dritten Album anders klingen werden und wage als Ehrenrettung die Einstreuung, dass ich zumindest der Frontfrau von INFECTED RAIN gerne lausche.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Pixie (14.10.2018)

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