NORTHWARD - Northward

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VÖ: 19.10.2018
Bandinfo: NORTHWARD
Genre: Hard Rock
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Da haben sich doch glatt zwei bekannte Namen zu einer Band gefunden und machen Musik, die man von ihren Hauptbands nicht kennt. Floor Jansen von NIGHTWISH trällert zur Abwechslung mal nicht zu Keyboard-Klängen und Jorn Viggo Lofstad greift zu Hard Rock Klängen statt zur Progressive Gitarre.

Mit dem gleichnamigen Album "Northward" bringt die NORTHWARD Band endlich das Werk auf den Markt, dessen Songs bereits vor zehn Jahren geschrieben wurden. Solange kennen sich nämlich die beiden schon bzw. damals hat es zwischen Floor und Jorn musikalisch gefunkt. Nur veröffentlicht hatten sie die Songs, die sie 2008 schrieben, bisher noch nicht. Eine Pause bei NIGHTWISH wurde nun von den beiden genutzt, das alte Songmaterial aufzunehmen und zu veröffentlichen. So kommen wir in den Genuss, Floor ganz klassischen Hardrock singen zu hören. Wie das klingt? Wie soll ich sagen. Man kommt in die Versuchung, sie mit Sängern bzw. Bands à la DEEP PURPLE, SKUNK ANANSIE oder LEE AARON zu vergleichen.

Die Songs sind einwandfrei, sehr schön melodisch und harmonisch, starken Melodien und passenden Arrangements. Floor hat eine Wahnsinns-Stimme und verleiht dem knackigen Hard Rock damit das Sahnehäubchen. Und beim klassischen, rohen Hard Rock oder weichen, balladenartigen Stücken bleibt es auf diesem Album. Hier gibt es keine symphonischen oder epischen Ansätze, keine Chöre und kein Keyboard. Beide besinnen sich auf die Basics Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang und das Endergebnis klingt nicht schlecht.

Vor allem die ersten beiden Nummern sind knackige Rocksongs, die harmonisch geschrieben sind und deren Melodie und Refrain ins Blut gehen. Floor singt bei "While Love Died" härter und tiefer, als man es von ihren NIGHTWISH Songs gewohnt ist und klingt damit ganz nach alten Rockladies wie LEE AARON und anderen Girls aus den 80ern. Hinter dem Song liegt aber nicht nur die Kraft ihrer Stimme, sondern auch der Gitarrensound von Jorn ist mitreißend und die Hooks gehen nicht mehr aus dem Ohr.
"Get What You Give" ist wechselhaft mit rockigen Tönen und Höhen und Tiefen beim Gesang. Mal weich, dann wieder aggressiver liefern sich Floor und Jorn ein nettes Wechselspiel und lassen auch Blues-Töne hören.

"Storm In A Glass" hat eine popige Komponente. Der Song ist sehr breitentauglich und würde sich auch für Ö3 anbieten. Floor singt schön und klar und sehr feminin, die Gitarre ist rockig, aber vollauf im für viele akzeptablen Bereich. Ein nettes rundes Arrangement, mit dem viele leben können, am wenigsten aber wohl NIGHTWISH Fans.

Es gibt lässige rockige Songs wie "Let Me Out", "Big Boy" und "I Need" oder abwechslungsreiche Nummern wie das Duett "Drifting Islands". Dass Floor nicht die einzig gesanglich begabte Person in ihrer Familie ist, kann man hier hören, sie singt nämlich mit ihrer Schwester Irene Jansen im Duett. Mehrerer schöne, softere und eingängige Songs sind auch auf dem Album zu finden, zum Beispiel "Timebomb", "Paragon" und die letzte Nummer des Albums (ist gleichzeitig der Tieltrack) "Northward".
Bei der sanften Ballade "Bridle Passion" kommen gesanglich zur akustischen Gitarre doch Floors NIGHTWISH Wurzeln durch. .

Persönliche Favoriten bzw. Anspieltipps: "Storm In A Glass" und "While Love Died"



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (23.10.2018)

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