STATUS QUO - Down Down & Dirty At Wacken

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VÖ: 17.08.2018
Bandinfo: STATUS QUO
Genre: Rock
Label: earMusic
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Lineup  |  Trackliste

Was ist heutzutage überflüssiger als ein STATUS QUO Livealbum? Zwei STATUS QUO Livealben!
1977 veröffentlichte die Band ihr erstes, „Live!“, welches für immer ihr ultimatives Livealbum bleiben wird. Vor 2010 folgten nur zwei weitere, aber seit dem Jahr hat man ganze sieben Stück veröffentlicht, Studioalben hingegen vier – eines der Soundtrack zu ihrem Film „Bula Quo!“ und zuletzt zwei Alben mit Akustikversionen ihrer alten Songs. Für Kreativität sind Status Quo generell nicht bekannt, aber was auch immer kleines Fünkchen da war, scheint nun völlig erloschen zu sein.

Erst letztes Jahr veröffentlichte man „The Last Night Of The Electrics“. Entgegen des Namens, blieb das nicht der letzte elektrische Auftritt der Band, denn jetzt folgt „Down Down & Dirty At Wacken“. Ein Vergleich der Tracklisten zeigt, dass hier zum größten Teil dieselben Songs aufgetischt werden – sogar in gleicher Reihenfolge! In Wacken haben sie keinen einzigen Song gespielt, der sich nicht auch auf der „The Last Night Of The Electrics“ befindet. Es „fehlen“ auf „Down Down & Dirty In Wacken“: „The Wanderer“, „The Oriental“, „Creeping Up On You“, “Gerdundula” und “Burning Bridges”.

Besser geworden ist seit dem letzten Jahr nichts. Im Gegenteil, der Gesang lässt immer mehr zu wünschen übrig. Die Gitarren hätten – gerade für Wacken – ruhig etwas lauter im Mix sein dürfen. Insgesamt ist der Mix des Albums ziemlich flach und farblos, was der mäßigen hier zu hörenden Performance, die nach einer Band, die nur ihr Programm herunterspult klingt, erst recht nicht hilft. Mit guten Kopfhörern (und nur damit) ist der Sound aber ganz okay. Schon der erste Song lässt einem das Schaudern über den Rücken wandern – aber nicht im positiven Sinn! „Caroline“ ist schrecklich gealtert, da hilft keine Anti-Faltencreme mehr! Auf „Last Night Night Of The Electrics“ klang der Song noch passabel. Die Version von “Down Down” ist auch die schlechteste, die STATUS QUO bisher abgeliefert hat. Rick Parfitt wird auch immer fehlen, auch wenn er in seinen letzten Jahren ebenfalls schon seinen Zenit überschritten hatte. „Rain“ und „Whatever You Want“ sind – oder genauer gesagt der Gesang - wieder so Fußnägel-aufrollend schlimm wie letztes Jahr.
Bester Song auf dem Album ist “Softer Ride” und “In The Army Now” wird teilweise durch das Publikum gerettet. Ansonsten plätschert es ziemlich öde vor sich hin. Als es nach den letzten Takten von „Bye Bye Johnny“ nach rund 71 Minuten endlich zu Ende ist, möchte man nur noch die Ohren mit etwas mit mehr Wumms reinigen. Es ist wie der stumpfe Druck in den Ohren, den man beim Fliegen manchmal hat und froh ist wenn es endlich „plopp!“ macht und man alles wieder ungedämpft wahrnehmen kann.

Da blutet einem als QUO-Fan das Herz! Die Instrumente beherrscht man noch, auch wenn das was man hört nicht leidenschaftlich klingt, die Stimmen weniger. Vielleicht sollten STATUS QUO das nächste Mal lieber ein Karaoke Album aufnehmen?

Außer digital als Download bzw. Stream, ist das Album auch als CD plus DVD (bzw. Blu-ray) und Doppel-LP mit DVD erhältlich.

Das andere Album, „Down Down & Dignified At The Royal Albert Hall“, ist im Gegensatz zu „Down Down & Dirty In Wacken“ (und „The Last Night Of The Electrics“) ein Akustikalbum und darauf befinden sich nur sieben Songs, die man auch hier findet. So könnte man zunächst meinen. Mehr dazu in der Review.



Bewertung: 1.5 / 5.0
Autor: Brigitte Simon (24.10.2018)

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